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Wikileaks-Gründer Großbritannien lehnt Verhandlung im Fall Assange ab

Wikileaks-Gründer Assange wird die Botschaft Ecuadors in London weiterhin nicht verlassen dürfen: Ein Verhandlungsangebot wurde abgelehnt.

QuitoDie britische Regierung hat nach Angaben von Ecuador ein Verhandlungsangebot zur Lösung des Falls des Wikileaks-Gründers Julian Assange abgelehnt. Assange sitzt seit fast sechs Jahren im ecuadorianischen Botschaftsasyl in London fest. Er befürchtet, nach Verlassen des Gebäudes festgenommen und an die USA ausgeliefert zu werden, die in ihm einen Verräter sehen.

Für eine Verhandlung brauche es zwei Parteien, sagte die ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa am Freitagabend (Ortszeit) in Quito. „Ecuador war gewillt, die andere Seite nicht unbedingt.“ Ihre Regierung werde dem Enthüllungsaktivisten weiterhin Schutz gewähren.

Mitte Februar hatte ein britisches Gericht entschieden, dass ein Haftbefehl gegen den 46-Jährigen bestehen bleibt. Als der Australier 2012 in die Botschaft flüchtete, lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor.

Im Mai 2017 stellte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ein. Scotland Yard kündigte dennoch an, Assange festzunehmen, sobald er die Botschaft verlässt. Die britischen Behörden warfen ihm vor, mit der Flucht in die Botschaft seine Kautionsauflagen verletzt zu haben.

Die USA machen Assange dafür verantwortlich, dass über seine Plattform Wikileaks brisante US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht worden sind.

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