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WikiLeaks-Gründer US-Staatsanwälte werfen Assange Gefährdung der USA vor

Nach fast siebenjährigem Asyl wurde Assange von der britischen Polizei festgenommen. Die USA wollen seine Auslieferung, aber die Entscheidung dazu wird dauern.

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Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, kommt am vergangenen Donnerstag am Westminster-Amtsgericht in London an. Quelle: dpa

Washington US-Bundesstaatsanwälte werfen dem in Großbritannien festgenommenen WikiLeaks-Gründer Julian Assange die bewusste Gefährdung der USA vor. Das geht aus Gerichtsakten der Ermittler für das Bundesgericht in Alexandria im Bundesstaat Virginia hervor. So seien etwa die Identitäten von lokalen Mitarbeitern der US-Armee in Afghanistan in den ausgespähten Akten von der Enthüllungsplattform bekannt gemacht worden. Die Akten datierten zwar vom Dezember 2017, wurden aber erst am Montag veröffentlicht.

Der WikiLeaks-Gründer wurde am vergangenen Donnerstag nach fast siebenjährigem Asyl von der britischen Polizei verhaftet, nachdem die Regierung in Quito ihr Asyl für Assange zurückgezogen hatte. Seit 2012 lebte Assange in der ecuadorianischen Botschaft, nachdem das lateinamerikanische Land ihm Asyl gewährte und damit vor einer Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen schützte.

Die britische Polizei hatte zuvor angekündigt, Assange wegen Verstößen gegen Kautionsauflagen festzunehmen, sollte er das Botschaftsgebäude verlassen. Ecuadors Präsident Lenin Moreno sagte, sein Land habe das diplomatische Asyl wegen wiederholter Verletzungen internationaler Konventionen zurückgezogen. Spannungen zwischen Assange und seinem Gastland entstanden vor allem, weil Ecuador ihm vorwarf, Informationen über Morenos Privatleben veröffentlicht zu haben. Moreno erklärte, man habe die Garantie der britischen Regierung, dass Assange nicht an ein Land ausgeliefert werde, in dem ihm die Todesstrafe drohen könnte.

Assange wurde nach seiner Festnahme von einem Londoner Gericht wegen des Verstoßes gegen Kautionsauflagen aus dem Jahr 2012 verurteilt. Im droht eine Haftstrafe von maximal zwölf Monaten.

In den USA erwartet den WikiLeaks-Gründer bei einem Prozess nach Angaben des US-Justizministeriums in Washington hingegen bis zu fünf Jahre Haft. Die US-Regierung hat seine Auslieferung bereits beantragt.

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