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Wikileaks Julian Assange will Botschaft verlassen

Wikileaks-Gründer Julian Assange will nicht mehr lange in der ecuadorianischen Botschaft bleiben. Einen genauen Zeitpunkt nannte er aber nicht. Seit zwei Jahren lebt er dort. Er soll gesundheitliche Probleme haben.

Julian Assange soll unter Herzproblemen leiden. Quelle: dpa

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, will nicht mehr lange in der ecuadorianischen Botschaft in London bleiben. „Ich werde die Botschaft bald verlassen“, sagte der 43-Jährige am Montag bei einer Pressekonferenz in der Botschaft. Einen konkreten Zeitpunkt oder genaue Pläne nannte der Australier nicht. Zuletzt hatte es Gerüchte über eine Erkrankung Assanges gegeben. Er soll Herzprobleme haben und könnte medizinische Hilfe benötigen. Zuvor hatte bereits der Sender "Sky News" berichtet, Assange stehe kurz davor, die Botschaft zu verlassen.

Chronologie: Julian Assange sitzt seit zwei Jahren fest

Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño rief dazu auf, eine politische Lösung zu finden. „Diese Situation muss ein Ende haben“, sagte er in der gemeinsamen Pressekonferenz. Gleichzeitig versicherte er, Assange genieße weiterhin den Schutz des lateinamerikanischen Landes. Die Verhandlungen zwischen Ecuador und Großbritannien über Reisefreiheit für den 43-jährigen steckten weiter fest, bestätigte Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño am Montag. Patiño hatte sich zuvor mit Assange getroffen. Erst vergangene Woche hatte Ecuador das Asyl des Wikileaks-Gründers verlängert. Der Aktivist befindet sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wird wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn ermittelt, es liegt ein Haftbefehl vor. Assange fürchtet eine weitere Auslieferung via Schweden an die USA, wo er aufgrund der Enthüllung geheimer Dokumente bei Wikileaks 2010 als Terrorist betrachtet wird.

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Aufgrund des ausstehenden Haftbefehls würde Assange umgehend festgenommen, sollte er die Botschaft verlassen. Der 43-Jährige hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und auf eine diplomatische Lösung innerhalb weniger Monate gehofft. Mittlerweile befindet er sich seit zwei Jahren in der Botschaft.

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