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Wikileaks US-Anklage widerspricht Assanges Angaben zur Quelle der Wahl-Leaks

Die Anklage gegen russische Geheimdienstler untergraben Aussagen des Wikileaks-Gründers Assange zu den gehackten E-Mails der Demokraten. Er gerät in Erklärungsnot.

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Der Wikileaks-Gründer hatte bestritten, dass die russische Regierung die Quelle für die gestohlenen demokratischen E-Mails gewesen sei. Quelle: dpa

Washington Die von Sonderermittler Robert Mueller erhobene Anklage gegen russische Geheimdienstler wegen Cyber-Attacken auf die Demokraten im US-Wahljahr 2016 bringt Wikileaks in Erklärungsnot. Deren Gründer Julian Assange hat bestritten, dass die russische Regierung die Quelle für die gestohlenen demokratischen E-Mails gewesen sei, die von seiner Enthüllungsplattform veröffentlicht worden seien.

Die am Freitag veröffentlichte Anklageschrift enthüllt Korrespondenz zwischen Wikileaks und einer fiktiven Person, in der sie anscheinend überlegen, wie die Chancen der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton geschmälert werden können. Assange hat gesagt, die Quelle von Wikileaks sei „nicht von der russischen Regierung und es ist nicht eine staatliche Partei“.

Sollten Muellers Vorwürfe aber zutreffen, wäre es so, dass Wikileaks - in der Anklageschrift „Organisation 1“ genannt - Material von einer Person bekommen hat, die direkt vom russischen Geheimdienst kontrolliert wurde. Wikileaks habe den russischen Hackern auch Ratschläge erteilt, wie sie das Material verbreiten können.

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