Wirtschaftskonferenz Scholz trifft in Japan ein – und will Ministerpräsident Kishida besuchen

Japan zählt zu den wirtschaftsstärksten Demokratien der Welt. Dass Scholz das Land als erstes Reiseziel in der Region ausgewählt hat, ist dennoch ungewöhnlich.

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Bei dem Gespräch mit Kishida dürfte es auch um die Ukrainekrise gehen. Quelle: dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz ist am Donnerstagmorgen in der japanischen Hauptstadt Tokio eingetroffen, wo er Ministerpräsident Fumio Kishida treffen und an einer Wirtschaftskonferenz teilnehmen wird.

Japan zählt zu den wirtschaftsstärksten Demokratien der Welt, die sich in der „Gruppe der Sieben“ zusammengeschlossen haben. Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz in diesem Kreis und richtet im Juni den G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern aus.

Besuche bei den Partnerstaaten vor einem solchen Gipfel sind üblich. Alle drei europäischen Partner und die USA hat Scholz schon besucht. Japan ist das einzige asiatische Mitglied in der Gruppe und übernimmt im nächsten Jahr die Präsidentschaft.

Dass Scholz Japan als erstes Reiseziel in der Region ausgewählt hat, ist ungewöhnlich. Seine Vorgänger Angela Merkel und Gerhard Schröder waren zuerst in China. Scholz wird von einer zehnköpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Bei dem Gespräch mit Kishida dürfte es auch um die Ukraine-Krise gehen. Japan hat als eins von nur drei asiatischen Ländern neben Südkorea und Singapur Sanktionen gegen Russland verhängt. Waffenlieferungen hat sich Japan selbst in einer pazifistischen Nachkriegsverfassung verboten.

Es ist schon großer Schritt für das Land, dass es erstmals einer Kriegspartei Ausrüstungen zur Verfügung stellt, darunter schusssichere Westen, Stahlhelme, Winterkampfkleidung, Schutzkleidung gegen Chemiewaffen sowie kommerzielle Drohnen zur Aufklärung - alles direkt aus den Beständen des eigenen Militärs.

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