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Wirtschaftskrise Inflationsrate in Venezuela steigt auf über 2.600 Prozent

Die Inflation in Venezuela steigt weiter: Am Montag gab das Parlament in Caracas einen neuen Rekordwert von über 2.600 Prozent bekannt. Unterdessen fehlt es den Einwohnern an den nötigsten Lebensmitteln und Gütern.

Caracas Angesichts der schweren Wirtschaftskrise ist die Inflationsrate in Venezuela nach Berechnungen des Parlaments auf 2.616 Prozent gestiegen. „Wir sind das einzige Land der Welt mit einer Hyperinflation“, sagte der Abgeordnete Rafael Guzmán vom Finanzausschuss am Montag (Ortszeit). Die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung war im vergangenen Jahr durch eine regierungstreue Verfassungsgebende Versammlung entmachtet worden.

Die Regierung veröffentlicht schon seit Jahren keine Berichte zur Teuerungsrate mehr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte für 2017 eine Inflationsrate von 652 Prozent, für 2018 rechnet er mit einer Teuerungsrate von 2.350 Prozent.

Wegen Misswirtschaft, Korruption und des relativ niedrigen Ölpreises leidet Venezuela seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Es fehlt an Devisen, um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren. Mehrere Ratingagenturen bescheinigen dem ölreichsten Land der Welt bereits eine Teil-Pleite. „Die Zentralbank ist für die Hyperinflation verantwortlich. Sie druckt Geld, um die Regierung weiter zu finanzieren“, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Wirtschaftsprofessor José Guerra.

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