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Wirtschaftsnobelpreis Nobelpreis geht an Oliver Hart und Bengt Holmström

Vertragskonstruktionen gerade für Top-Manager sind komplex. Dazu forschen die in den USA lehrenden Wissenschaftler Hart und Holmström - und bekommen dafür nun den Wirtschafts-Nobelpreis.

Nobelpreis: Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an Oliver Hart und Bengt Holmström. Quelle: dpa

Der Nobelpreis für Wirtschaft 2016 geht an Oliver Hart und Bengt Holmström. Die Wissenschaftler bekommen die Auszeichnung für ihren Beitrag zur Kontrakttheorie, wie die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm bekanntgab. Der US-Forscher Hart lehrt an der Elite-Universität Harvard, der Finne Holmström am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), ebenfalls in den USA. Ihre Forschungen seien wertvoll für das Verständnis von Vertragskonstrukten, etwa von Top-Managern, hieß es zur Begründung.

Bengt Holmström hat sich „sehr überrascht“ über die Auszeichnung gezeigt. „Ich habe das überhaupt nicht erwartet“, sagte der Vertragsforscher am Montag während der Pressekonferenz nach der Verkündung in Stockholm, der er per Telefon zugeschaltet war. Er sei „sehr glücklich und dankbar“ über die Auszeichnung, sagte der gebürtige Finne.

Wofür er das Preisgeld von umgerechnet rund 830.000 Euro verwenden will, das er sich mit dem zweiten Preisträger Oliver Hart teilt, habe er sich noch nicht überlegt. „Das ist das Letzte, worüber ich gerade nachdenke“, sagte Holmström.

Der Wirtschaftsnobelpreis: Die Preisträger der vergangenen zehn Jahre

Streng genommen ist der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft gar kein Nobelpreis. Jedenfalls geht er nicht auf den letzten Willen des Dynamiterfinders Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Der Schwede hatte in seinem Testament nur bestimmt, dass Preise in Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden vergeben werden sollten. Den Wirtschaftspreis stiftete die schwedische Reichsbank in Erinnerung an Nobel nachträglich 1968.

Im Jahr darauf wurde die Auszeichnung erstmals verliehen - und zwar an den Norweger Ragnar Frisch und den Niederländer Jan Tinbergen, „für die Entwicklung und Anwendung dynamischer Modelle zur Analyse von ökonomischen Prozessen“.

Zehn Mythen über den Nobelpreis

Seitdem sind vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet worden - allerdings nicht in den letzten zwei Jahren: 2014 bekam der Franzose Jean Tirole den Preis, 2015 erkannte die Jury ihn dem britisch-amerikanischen Wissenschaftler Angus Deaton zu. Bislang hat nur ein Deutscher die Auszeichnung bekommen: Der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten erhielt ihn 1994 mit zwei anderen Ökonomen.

Der Literaturnobelpreisträger 2016 wird als letzter Nobelpreis an diesem Donnerstag in Stockholm bekanntgegeben. Das teilte die Schwedische Akademie, die den Nobelpreis vergibt, am Montag offiziell mit. Nobeljuror Per Wästberg hatte bereits Ende September mit der Ankündigung überrascht, dass die Verkündung in diesem Jahr nicht wie sonst üblich in die Woche fallen werde, in der die anderen Nobelpreise bekanntgegeben werden.

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