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Wirtschaftspolitische Jahresvorschau Diese Termine müssen Sie 2021 im Blick haben

Quelle: ddp images

Das Jahr 2020 hat die Welt durchgewirbelt. Wird es in den kommenden Monaten ruhiger? Wohl kaum. Auf diese 15 Termine sollten Sie sich einstellen, sind ihre Folgen doch gravierend für die Weltwirtschaft.

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Brexit und Bundestageswahl, Corona und China. 2021 stehen einige Entscheidungen und Termine an, die weitreichende Folgen für die wirtschaftspolitische Landschaft in Deutschland, Europa und der Welt haben. Wer beerbt Angela Merkel als Bundeskanzlerin und wird die Coronakrise überwunden? Welche Termine im neuen Jahr wichtig werden – ein Überblick:

01.01.2021: Brexit is done: Nach über vier Jahren schwieriger Verhandlungen verlässt Großbritannien gleich zu Beginn des Jahres endgültig die EU. Der dafür nötige Handelsdeal wurde erst auf den letzten Metern ausgehandelt. Wie gut er ist, werden die kommenden Monate zeigen.

05.01.2021: Stichwahl in Georgia: Im südlichen US-Bundesstaat Georgia gibt es für zwei Sitze im US-Senat eine Stichwahl. Das Ergebnis der beiden Wahlen dürfte entscheiden, ob die Republikaner ihre Mehrheit in der Parlamentskammer in Washington behalten können und daher auch darüber, wie erfolgreich Joe Biden als US-Präsident regieren kann. Bei der ersten Abstimmung am 3. November hatte keiner der Kandidaten die nötige absolute Mehrheit erreicht.

15. bis 16.01.2021: Parteitag der CDU: Friedrich Merz, Armin Laschet oder doch Norbert Röttgen? Diese Frage muss die CDU Mitte Januar beantworten. Einer der drei Herren wird der neue CDU-Vorsitzende. Das könnte auch mit Blick auf die Bundestagwahl spannend werden. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass der neue Chef auch der Spitzenkandidat im Herbst wird.

20.01.2021: Die Amtseinführung von Joe Biden: Gut zwei Monate nach der Präsidentenwahl leistet Joe Biden bei einer festlichen Zeremonie vor dem Kapitol in Washington seinen Amtseid ab. Seit 1937 findet die Amtseinführung (Inauguration) an einem 20. Januar statt. Das Datum ist im Zusatzartikel 20 der Verfassung festgelegt.

17.02.2021: Politischer Aschermittwoch: Der politische Aschermittwoch geht auf einen Viehmarkt im 19. Jahrhundert im niederbayerischen Vilshofen zurück, später folgten dort Kundgebungen des Bauernbundes. Lange wurde der politische Aschermittwoch überwiegend mit der CSU in Verbindung gebracht. CSU-Patriarch Franz Josef Strauß war zunächst viele Jahre in einem kleinen Wirtshaus aufgetreten, bevor er die Kundgebung 1975 in die Passauer Nibelungenhalle verlegen ließ. Im Laufe der Jahre kopierten sämtliche Parteien das Format.

05.03.2021: Chinas Volkskongress kommt zusammen: Besonders aufmerksam muss in diesem Jahr Chinas Volkskongress verfolgt werden. Wenn die Delegierten ab dem 5. März für gut zwei Wochen in Peking zusammentreffen, wird der neue Fünf-Jahres-Plan der zweitgrößten Volkswirtschaft verabschiedet. Es handelt sich um die bedeutendste Neuausrichtung seit langem. Laut einem Kommuniqué sollen eigenständige Innovationen verbessert und der Aufbau Chinas zu einer „wissenschaftlichen und technologischen Macht“ beschleunigt werden. Die neue Strategie der „zwei Wirtschaftskreisläufe“, die Staats- und Parteichef Xi Jinping seit Monaten propagiert, soll mit dem neuen Plan verwirklicht werden. Darin wird zwar die Öffnung Chinas betont, aber
stärker die Förderung des heimischen Marktes als Hauptmotor und der eigenen Innovation für eine größere Unabhängigkeit hervorgehoben. Ausländische Unternehmen müssen sich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

11.03.2021: EZB-Zinsentscheidung: Wie reagiert die EZB auf die Coronakrise? Es bleibt spannend, ob Chefin Christin Lagarde ihren Kurs ändert.

14.03.2021: Landtagswahlen: Die Bürger in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wählen ihren neuen Landtag.

19.03.2021: Hexensabbat an der Börse: An diesem Tag verfallen gleichzeitig die drei Wetten auf künftige Kursentwicklungen von Aktien, Indizes und Futures. Die Umsätze sind dann meist sehr hoch und die Kurse schlagen stärker aus als gewöhnlich.

09.04.2021: Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank: Die Funktion der UN-Sonderorganisationen ist zum einen die Förderung der Entwicklungshilfe (Weltbank) und zum anderen die globale Überwachung der Finanzsysteme, um bei Zahlungsbilanzproblemen von Regierungen oder drohendem Staatsbankrott einzugreifen (IWF).

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18.05.2021: Weltwirtschaftsforum: Das traditionsreiche Treffen der Wirtschafts- und Politik-Elite in Davos findet 2021 in abgespeckter Form in einem Hotel bei Luzern und in Luzern selbst statt. Thema: „The Great Reset - Der große Neustart“.

Juni 2021: CO2-Ziel der EU: Voraussichtlich im Juni macht die EU-Kommission eine Reihe von Vorschlägen, um das gemeinsame CO2-Einsparungsziel von 55 Prozent zu konkretisieren: Reform des Emissionshandels, eine Grenzausgleichssteuer für CO2, ein Vorschlag zur Kastenteilung und die CO2-Vorgaben für Lkw.


06.06.2021: Landtagswahl: Die Bürger in Sachsen-Anhalt entscheiden über den neuen Landtag.


26.09.2021: Bundestagswahl: Aus deutscher Sicht vermutlich einer der wichtigsten Termine des Jahres. Wer folgt nach 16 Jahren auf Angela Merkel? Wie geht es für die SPD weiter und wie stark schneiden Grüne und AfD ab?

14.10.2021: Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs: In Brüssel kommen die Regierungschefs der EU zusammen. Zwei Tage lang sollen wichtige Themen besprochen werden.

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