Wolfgang Schäuble Freihandelsgespräche dauern länger als geplant

Nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble werden die Gespräche zum Freihandelsabkommen deutlich länger dauern als ursprünglich vorgesehen. Das hat mehrere Gründe.

Mit dem Abkommen wollen die EU und die USA die größte Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Menschen schaffen. Quelle: dpa

Die Gespräche zwischen der Europäischen Union und den USA über das Freihandelsabkommen TTIP werden nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble deutlich länger dauern als ursprünglich vorgesehen. „Man sollte nicht erwarten, dass die TTIP-Verhandlungen bis Ende 2015 abgeschlossen werden können, wie bislang geplant“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Das wird eher länger dauern.“

Bis ein Vertrag dann in Kraft treten könne, werde weitere Zeit vergehen. „Man muss die Bevölkerungen und die Parlamente davon überzeugen. In den USA muss das Abkommen durch den US-Kongress. In Europa müssen es alle 28 nationalen Parlamente ratifizieren“, betonte Schäuble. „Wenn man in der Bevölkerung nicht ein Grundvertrauen zurückgewinnt, ist das gar nicht zu schaffen.“

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Mit dem Abkommen wollen die EU und die USA die größte Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Menschen schaffen. Verbraucher- und Umweltschützer befürchten, dass europäische Standards gesenkt werden könnten. Wegen der Ausspäh- und Spionageaffäre wurde in Deutschland immer wieder der Ruf nach einer Aussetzung der Verhandlungen laut.

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