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Xi Jinping Absage von Lesung aus Buch über Chinas Staatschef sorgt für Kritik

Die Online-Lesung einer Biografie über Xi Jinping an den Konfuzius-Instituten zweier deutscher Universitäten findet nicht statt. Die Entscheidung fiel offenbar nach Druck aus China.

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Autor des Buches „Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt“ ist auch der „Welt“-Herausgeber Stefan Aust. Quelle: dpa

Die Absage einer geplanten Lesung aus einer in Deutschland veröffentlichten Biografie über den chinesischen Staatschef Xi Jinping sorgt für Kritik. Adrian Geiges, einer der Autoren des Buches, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, dass er sicher sei, dass die Lesung wegen der Einflussnahme aus China abgesagt worden sei.

Die Online-Veranstaltung war für Mittwoch parallel am Leibniz-Konfuzius-Institut Hannover und am Konfuzius-Institut an der Universität Duisburg-Essen geplant, wie eine Sprecherin des Piper Verlags sagte.

Einer der drei Direktoren des Konfuzius-Instituts an der Uni Duisburg-Essen, Markus Taube, zeigte sich auf dpa-Anfrage „überrascht und erschrocken“ über die Absage. „Unsere Kooperations-Uni in Wuhan hat uns freundlich dargelegt, dass sie es nicht gut fänden, wenn wir die Veranstaltung durchführen. Wir können das in der Form nicht nachvollziehen“, sagte Taube. „Das ist das erste Mal, dass wir das am Konfuzius-Institut erleben.“ Das Konfuzius-Institut in Hannover war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Geiges zufolge haben beide Konfuzius-Institute ihm gegenüber von Einflussnahme aus China gesprochen. Zahlreiche Parteien und Politiker aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen kritisierten das Vorgehen deutlich, darunter Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Zuvor hatten mehrere Medien über die Absage berichtet.

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    Autor des Buches „Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt“ ist auch der „Welt“-Herausgeber Stefan Aust. Die Biografie erschien nach Verlagsangaben am 1. Juli dieses Jahres.

    Konfuzius-Institute sind nach Angaben des Konfuzius-Instituts in Hannover offizielle Kultur- und Bildungsinstitutionen, die von einer Unterabteilung des chinesischen Bildungsministeriums gefördert werden. Weltweit gibt es demnach rund 550 Institute, knapp 20 sind in Deutschland ansässig. Kritiker der Institute sehen eine Einflussnahme des chinesischen Staates und der Kommunistischen Partei Chinas auf die Einrichtungen.

    Vonseiten der Leibniz Universität in Hannover hieß es zu Wochenbeginn, dass die Absage für die Hochschulleitung „nicht akzeptabel, befremdlich und unverständlich“ sei. Die Hochschulleitung werde zeitnah das Gespräch mit dem Direktorium des Kooperationspartners suchen und eine mögliche weitere Zusammenarbeit überprüfen. Die Universität lud die beiden Autoren sowie den Verlag ein, die Lesung an der Uni abzuhalten. Die Einladung bestehe grundsätzlich weiter, hieß es auch aus NRW.

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