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Zugeständnisse an Gelbwesten Französische Banken stärken Präsident Macron den Rücken

Frankreichs Präsident gesteht den „Gelbwesten“ teure Zugeständnisse zu. Die führenden Kreditinstitute Frankreichs greifen ihm unter die Arme.

Am Montag hatte der französische Präsident sein Land über das Fernsehen adressiert. Quelle: Reuters

ParisDie französischen Banken unterstützen die Zugeständnisse von Präsident Emmanuel Macron an die „Gelbwesten“ und frieren die Gebühren für Privatkunden ein. Die Chefs der führenden Kreditinstitute BNP Paribas, Societe Generale und Credit Agricole sowie anderer Geldhäuser stimmten nach einem Treffen mit Macron zudem zu, die Überziehungsgebühren für arme Kunden zu deckeln, wie das Präsidialamt am Dienstag mitteilte.

Damit hätten die privaten Bankkunden insgesamt bis zu 600 Millionen Euro mehr Geld zur Verfügung. Macron hatte mit den Bankenbossen über zusätzliche Möglichkeiten gesprochen, die Lebenshaltungskosten für die Bevölkerung zu senken.

Am Montagabend hatte der Präsident in einer Rede an die Nation sozialpolitische Maßnahmen angekündigt, aber auch erklärt, an seiner Reformagenda festhalten zu wollen. Die in gelben Warnwesten gekleideten Demonstranten will der Präsident unter anderem mit einer Erhöhung des Mindestlohns, Steuererleichterungen für Rentner und einer geringeren Steuer auf Überstunden besänftigen.

Die Ökosteuer hatte Macron bereits vergangene Woche gekippt. Allerdings droht die Regierung wegen der Zugeständnisse gegen die EU-Schuldengrenze zu verstoßen.

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