3 Minuten WiWo: Autobauer verspricht E-Auto-Prämie, Software AG verkauft Kerngeschäft, EU gegen X: Ihr Update am Abend
Böse Überraschung für Käuferinnen und Käufer: Die E-Auto-Prämie wurde gestoppt.
Foto: imago imagesGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Robert Habeck zieht E-Autos den Stecker: Seit diesem Montag können Verbraucherinnen und Verbraucher keine Anträge mehr für den sogenannten Umweltbonus für E-Autos einreichen. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht gar eine Schwächung der deutschen Hersteller vor allem in der Konkurrenz zu China – das sind die Details. Warum gebrauchte E-Autos jetzt attraktiver werden und warum die Preise bald sinken dürften, lesen Sie wiederum hier.
- Der Autokonzern Stellantis (unter anderem Peugeot, Opel, Fiat, Jeep) nutzt die Gunst der Stunde für einen cleveren Werbeschachzug – und übernimmt den gesamten Umweltbonus für seine Privatkunden.
- Nach der Übernahme durch den US-Finanzinvestor Silver Lake veräußert die Software AG nun zwei seiner Kernsparten an den IT-Konzern IBM – für 2,13 Milliarden Euro. Der angekündigte Verkauf ist der Beginn einer völligen Aufspaltung, unken Insider. Schon bald dürften weitere Verkäufe folgen, etwa des Bereichs Aris in Saarbrücken oder von Alfabet in Berlin.
- Schon länger wird Elon Musks Plattform X wegen der Verbreitung von Falschinformationen sowie Hass und Hetze kritisiert. Nun hat die Europäische Kommission ein Verfahren eingeleitet. Es soll geprüft werden, ob X gegen EU-Regeln zum Risikomanagement und zur Moderation von Inhalten, zur Werbetransparenz und zum Datenzugriff für Forscher verstoßen hat.
2. Was morgen wichtig wird
- Voraussichtlich wird das Ergebnis der Urabstimmung bei der Lokführergewerkschaft GDL verkündet.
- Das Bundesverfassungsgericht urteilt, ob die Bundestagswahl 2021 in Berlin in mehr Wahlkreisen wiederholt werden muss als vom Bundestag beschlossen.
3. Die steile These fürs After-Work-Event
Die Bundesregierung hat mit ihren Streichungen in der Haushaltskrise Chaos verursacht. In der Sache spricht zwar einiges für die Streichungen in der Landwirtschaft und bei E-Autos. Doch die Regierung muss konsequenter handeln – und den Rotstift auch in den eigenen Häusern ansetzen, kommentiert WiWo-Redakteurin Cordula Tutt.
4. Der Tiefgang des Tages
Gegründet 1863, abgewickelt 1999: Hoechst wurde 136 Jahre alt. Jürgen Dormann löschte den einst mächtigen Chemiekonzern aus. Er war Deutschlands radikalster Manager und gab alles, um mehr Wert für Aktionäre zu schaffen. Über die Selbstzerstörung von Hoechst.
5. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Die Preise von Wohnimmobilien geben nach, die Mieten steigen. Ist das der ideale Zeitpunkt, sein Erspartes in eine Wohnung zu stecken? „Ich wollte es herausfinden und Immobilieninvestor werden – wenn es sich lohnt. So mein Plan“, beschreibt WiWo-Redakteur Niklas Hoyer seinen Selbstversuch in Duisburg-Wedau.
6. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Thyssenkrupp hat an der Börse aktuell eine Marktkapitalisierung von rund vier Milliarden Euro. Interessanterweise hat das Unternehmen aber auch 4,3 Milliarden Euro Nettoliquidität in der Kasse. Die reine Liquidität steht sogar bei über sieben Milliarden Euro. Gibt es Deutschlands Industriedino an der Börse jetzt also zum Nulltarif? Nicht ganz – denn Anleger müssen ein paar Punkte beachten.
7. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen anregenden Abend. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle!