3 Minuten WiWo: Kämpfende Wirtschaft, düstere Weltlage, deutsche Batterieforschung am Ende: Ihr Update am Abend
Deutsche Wirtschaft im Tief.
Foto: dpaGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Kriege, Konsumflaute, gestiegene Preise, hohe Energiepreise – die Konsumstimmung ist gedrückt: Gängigstes Maß für die Wirtschaftskraft ist das Bruttoinlandsprodukt. Das ist im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt wie erwartet zurückgegangen, laut ersten Berechnungen um 0,3 Prozent. Weil sich ein anderer Aspekt geändert hat, gibt es trotzdem keine Rezession.
- In Davos beginnt die Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Spitzenpolitiker und globale Top-CEOs blicken in diesem Jahr auf eine ziemlich düstere Weltlage. Diese drei Probleme werden Davos besonders prägen.
- Die Reichen werden immer reicher: Die meisten Menschen auf der Welt haben zuletzt harte Zeiten erlebt. Die Reichen dagegen sind laut Oxfam die großen Gewinner der Krisenjahre. Laut Studie haben die fünf reichsten Menschen der Welt – alles Männer – ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig wurden fast fünf Milliarden Menschen, die ärmsten 60 Prozent, noch ärmer.
- Während sie Konzerne wie Intel mit Milliarden fördert, will die Bundesregierung an der Schnittstelle zwischen Unis und Anwendung fast alle Gelder streichen. Jetzt wenden sich betroffene Wissenschaftler mit einem dramatischen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz: Das sei das „Ende der deutschen Batterieforschung“.
- Autokäufer müssen für Stromer mehr zahlen als für Benziner, aber bei Autobauern wie BMW drücken sie die Gewinnmarge: „Wir verdienen Geld. Aber von Margengleichheit kann aktuell noch keine Rede sein“, sagte BMW-Finanzvorstand Walter Mertl vor Journalisten in München. Das dürfte auch in den nächsten Jahren so bleiben.
2. Was morgen wichtig wird
- Fortsetzung der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, eine Ansprache hält unter anderem Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine.
- Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für Dezember und das Gesamtjahr 2023 bekannt.
- Fortsetzung im Investorenprozess zur VW-Dieselaffäre, voraussichtlich mit Ex-Vorstand Herbert Diess als Zeuge.
3. Die steile These fürs After-Work-Event
Während VW und BMW auf der CES verbesserte Infotainmentsysteme präsentierten, zeigte Chinas Autoindustrie echte Innovationen. Xpeng präsentierte ein fliegendes Auto, das Mobil gleicht einem Sportwagen mit massivem Heck, auf Kommando klappen daraus vier Rotoren auf, wie man sie von Drohnen kennt. Für die deutschen Autobauer eine bedrohliche Situation, kommentiert WiWo-Redakteur Thomas Stölzel. „Wo sind die Ingenieure geblieben, die einst ohne Unterstützung des Managements auf eigene Faust den Quattroantrieb für Audi entwickeln konnten? Einen Antrieb, mit dem man eine Sprungschanze hinauffahren konnte – völlig egal, ob irgendwer das im Alltag wirklich braucht.“
4. Der Tiefgang des Tages
Es war der Höhepunkt der Bauernproteste: Am Montag haben sich Tausende Bauern mit Traktoren zur Großdemonstration in Berlin getroffen. Landwirt Toni Wollschläger aus dem bayerischen Pottenau war bei den Bauernprotesten dabei – obwohl es ihm wirtschaftlich gut geht. Was er der Ampel vorwirft, welche Perspektive er sieht und wie viel Umsatz Wollschläger erwirtschaftet, hat WiWo-Redakteur Volker ter Haseborg aufgeschrieben.
5. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Private Krankenversicherer haben die Beiträge zu Jahresbeginn stark erhöht. Branchenweit stiegen die Tarife um durchschnittlich sieben Prozent. Über die vergangenen vier Jahre gerechnet, waren es 5,6 Prozent, über zehn Jahre gab es ein jährliches Plus von 3,2 Prozent. Doch mit diesen drei Strategien können Versicherte ihr Budget entlasten und sparen.
6. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Nach langem Dornröschenschlaf geht es für die T-Aktie endlich aufwärts. Die Bonner sind zwar im gesättigten europäischen und auch deutschen Telekommunikationsmarkt führend, aber mit Wachstum ist es bei ihnen nicht weit her. Die Frage liegt nahe, was den Kurs treibt – und wie viel Luft es noch nach oben gibt. Ob Anleger jetzt einsteigen sollten, lesen Sie hier.
7. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen anregenden Abend. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle!