3 Minuten WiWo: Krise der Autozulieferer, Kuhhandel mit Raketen, Auswirkungen des EZB-Entscheids: Ihr Update am Abend
Ein Mitarbeiter eines Autozulieferers kontrolliert die Produktion der Zylinderkopfdichtungen
Foto: dpaGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Niedrigere Zinsen könnten der schwächelnden Konjunktur auf die Sprünge helfen. Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank sehen aber den Zeitpunkt für Zinssenkungen noch nicht gekommen: Sie halten den Leitzins weiter auf Rekordniveau.
- Die Oettinger Brauerei übernimmt das Hamburger Getränke-Start-up Joybräu, einen Hersteller von Proteinbier. An anderer Stelle verliert Oettinger an Volumen: Oettinger braut nicht mehr das Aldi-Pils Karlskrone.
- Ein Fehlstart ins neue Jahr? Anders als von Ökonomen, erwartet fällt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar überraschend. Die Stimmung in den Chefetagen wird immer unsicherer. Dafür gebe es vor allem einen Grund.
- Beim Luftfahrtbundesamt stauen sich die medizinischen Anträge. Mit dramatischen Folgen: Manche Piloten dürfen monatelang nicht fliegen. Andere verschleiern ihre Krankheiten, um den Beamten aus dem Weg zu gehen.
- Tesla liefert nicht – im Gegenteil: Elon Musks E-Auto-Hersteller entfernt sich weiter von seinem Wachstumsziel. Warum das kein Grund zur Häme für die deutsche Konkurrenz ist.
2. Was morgen wichtig wird
- Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL geht weiter. Dieser soll bis Montag kommender Woche um 18.00 Uhr dauern.
- In Berlin wird die Internationale Grüne Woche fortgesetzt. Regierungsvertreter nutzen die Landwirtschaftsmesse, um Vertrauen zu den Bauern wiederherzustellen.
3. Die steile These fürs After-Work-Event
Ein neuer Vorschlag aus Großbritannien heizt den Streit um die Lieferung von Taurus-Raketen an die Ukraine erneut an: Großbritannien würde weitere Storm-Shadow-Marschflugkörper in den Krieg der Ukraine gegen Russland schicken, die Bundesregierung dafür die britischen Arsenale mit modernen deutschen Taurus-Raketen wieder auffüllen. Experte Mölling kritisiert: Wie bereits bei früheren Ringtauschen würde Deutschland ein deutlich teureres System gegen ein günstigeres eintauschen und gleichzeitig für erheblichen politischen Flurschaden sorgen. Was für die Idee eines solchen Kuhhandels spricht – und was Kritiker dagegenhalten.
4. Der Tiefgang des Tages
Die deutsche Zulieferindustrie steht vor der Wahl, so scheint es: bleiben und untergehen. Oder gehen und überleben. Sie flüchtet in Länder mit niedrigeren Löhnen, niedrigeren Mieten, niedrigeren Energiepreisen. Branchengrößen wie Bosch, ZF und Continental streichen Stellen, schließen Werke, verlagern Standorte. Was bleibt von Deutschlands Premiumbranche? Lesen Sie hier die neue WiWo-Titelgeschichte.
5. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Die EZB lässt die Zinsen unverändert – fürs Erste. Doch für Sparer enden allmählich die Zeiten immer höherer Zinsen: Viele Banken schrauben die Konditionen fürs Festgeld bereits herunter. WiWo-Geldredakteur Philipp Froh erklärt die Details.
6. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Wer in Aktien von Bahnbetreibern investieren will, findet Perlen und Pennystocks. Drei Anlageideen für Deutsche-Bahn-Geplagte aus den USA, Großbritannien und Japan – und eine deutsche Alternative für Zyniker.
7. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen anregenden Abend. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle!