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60 Milliarden Euro Mehrausgaben Handwerk: Rentenreform sendet „fatale Signale“

Exklusiv

Das Deutsche Handwerk übt scharfe Kritik an den Rentenplänen der Bundesregierung.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung. Insbesondere die abschlagsfreie Rente mit 63 sende „fatale Signale“, heißt es in der Stellungnahme des ZDH zum Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Die Maßnahme sei „eine Kehrtwende zurück zu einer teuren Frühverrentungsmentalität“ und „beschädigt das Vertrauen in eine nachhaltige und demografiefeste Rentenpolitik“. So würden „die bisherigen Bemühungen und Erfolge für eine längere Lebensarbeitszeit konterkariert“.
Deutlich steigende Rentenbeiträge infolge der Rentenreform stellen nach Ansicht des ZDH zudem die Erfolge am Arbeitsmarkt in Frage. „Höhere Lohnzusatzkosten gefährden nachweislich Arbeitsplätze im Handwerk“, heißt es in der Stellungnahme.
Auch auf die Erhöhung der Mütterrenten sollte nach Ansicht des ZDH verzichtet werden: „Die rentensteigernde Wirkung von Kindererziehung ist eine originär gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die daher über das Steueraufkommen zu finanzieren ist.“ Allerdings werde nur ein „Bruchteil der Leistungen“ durch einen höheren Steuerzuschuss kompensiert. Die Ausweitung der Kindererziehungszeiten lehnt der ZDH deshalb „mit Nachdruck“ ab.

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