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70. Geburtstages der Frauenunion Merkel sieht Frauenanteil als Existenzfrage für die CDU

CDU-Chefin Angela Merkel will den Frauenanteil in der Partei erhöhen. Die aktuellen 25 Prozent entsprächen nicht den Ansprüchen der Partei, so Merkel.

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Angela Merkel spricht auf der Festveranstaltung anlässlich des 70. Geburtstags der Frauen Union. Die FU ist aus der „Frauenarbeitsgemeinschaft der CDU/CSU Deutschlands“ hervorgegangen, die sich am 1. Mai 1948 konstituierte. Sie will nach eigenen Angaben Frauen zu Mitarbeit in der Politik motivieren und sich in der politischen Bildung von Frauen zu engagieren. Quelle: dpa

Frankfurt/Berlin CDU-Chefin Angela Merkel hat ihre Partei aufgefordert, den Frauenanteil entscheidend zu erhöhen. Nur 25 Prozent der Parteimitglieder seien Frauen, sagte die Kanzlerin am Samstag anlässlich des 70. Geburtstages der Frauenunion in Frankfurt. Dann „genügen wir nicht den Ansprüchen einer Volkspartei.“ Dies müsse man auch den Männern deutlich sagen. Das parteiinterne Quorum bei der Aufstellung von Wahllisten reiche nicht mehr.

„Wenn die Bevölkerung in der Partei nicht repräsentiert ist, wird es natürlich immer schwieriger, die Wünsche einer Mehrheit der Bevölkerung auszudrücken, zu artikulieren und zu erkämpfen“, sagte Merkel auch mit Verweis auf den Altersdurchschnitt der CDU-Mitglieder von über 60 Jahren.

Wenn man Wahlergebnisse der Union von mehr als 40 Prozent wolle, müsse sich eine größere Repräsentanz in der Mitgliederschaft widerspiegeln. „Deshalb ist das nicht irgendeine Frage von Frauen, die gerne Karriere machen wollen, sondern es ist eine Existenzfrage der Volkspartei“, betonte Merkel.

Sie zeigte sich zudem mit dem vergleichsweise niedrigen Frauenanteil in der Bundestagsfraktion unzufrieden. Grund dafür ist, dass die meisten Ortsverbände für die Bundestagswahl Männer als Direktkandidaten aufgestellt hatten. Da die CDU fast alle Wahlkreise direkt gewann, zogen die Frauenquoten auf den Listen in den CDU-Landesverbänden nicht.

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