AfD-Führungsstreit Vorstandsmitglied Adam sieht Partei dreigeteilt

Vor dem AfD-Parteitag sind die Fronten erhärtet. Vor allem Bernd Lucke muss mit viel Widerstand rechnen, glaubt Vorstandsmitglied Konrad Adam. Die Gründung seines Vereins „Weckruf 2015“ habe viele Mitglieder verprellt.

Der phänomenale Aufstieg der AfD
AfD Bundesparteitag in Erfurt Quelle: dpa
AfD im Europaparlament Quelle: dpa
AfD Zeiungsabonnements Quelle: dpa
Bernd Lucke Europaparlament Quelle: dpa
AfD Bernd Lucke Europaparlament Quelle: dpa
DMark
Frauke Petry Quelle: dpa
AfD Sachsen Landtagswahl Quelle: dpa
14. August: Landtagswahl in Brandenburg: Bernd Lucke hat allen Grund zu Freudenschreien in Potsdam: In Brandenburg kommt die AfD aus dem Stand auf zwölf Prozent. Damit ist sie die viertstärkste Kraft im Landtag. Wie in Sachsen haben auch hier die Spitzenkandidaten der SPD und der CDU eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Quelle: dpa
14. September: Landtagswahlen in Thüringen:Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD, jubelt am 14.09.2014 freut sich derweil in Erfurt. Hier erlangt die AfD 10 Prozent und zieht ebenfalls sicher in den Landtag ein. Die AfD liegt nur 2,5 Prozentpunkte hinter der SPD. Quelle: dpa

Der Führungsstreit in der AfD hat nach Einschätzung von Vorstandsmitglied Konrad Adam zu einer Teilung der Partei in drei Lager geführt. „Wie ich aus Zuschriften von Mitgliedern weiß, machen die Anhänger von Bernd Lucke etwa ein Drittel aus, ein Drittel steht auf der Seite von Frauke Petry und ein Drittel will nur, dass der Streit aufhört. Dieses letzte Drittel wird auf dem Bundesparteitag den Ausschlag geben“, sagte Adam der Deutschen Presse-Agentur.

Adam, der aktuell zusammen mit Petry und Lucke das Führungstrio der rechtskonservativen Partei bildet, will auf dem Parteitag in Kassel am 13. Juni selbst nicht für den Vorsitz kandidieren. „Ich sehe mich eher als Stellvertreter oder Beisitzer“, sagte er. Lucke werde in Kassel einen schweren Stand haben. Die Gründung seines Vereins „Weckruf 2015“ sei von vielen Mitgliedern kritisiert worden.

Von dem Vorschlag einiger AfD-Landesvorsitzender, weder Lucke noch Petry sollten für den Vorsitz kandidieren, hält Adam nichts. Er sagte: „Ich würde gerne wissen, wer es sonst machen soll. Wo ist denn die Führungsreserve?“

Ob in Kassel überhaupt ein Vorstand gewählt werden kann, hängt auch von einer demnächst erwarteten Entscheidung des AfD-Schiedsgerichts ab. Dabei geht es darum, ob die Anfang Februar in Bremen beschlossene neue Satzung überhaupt gültig ist.

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