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Agrarpolitik Merkel will Bürokratiekosten für Landwirte senken

Landwirte beklagen, dass sie zu viel Zeit am Computer verbringen müssen. Die Kanzlerin will das jetzt ändern, um den Betroffenen die Arbeit zu erleichtern.

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Merkel wird kommende Woche das erste Mal auf der Berliner Welternährungskonferenz (GFFA) sprechen. Quelle: Reuters

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen Bürokratieabbau für Landwirte ausgesprochen. Ihr liege vor allem daran, dass die „Landwirtschaftspolitik in Europa nicht so viel Bürokratiekosten hervorruft, dass die Landwirte daran verzweifeln“, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. „Wir können es nur mit den Betroffenen wirklich gut lösen, und es muss Zeit sein für die eigentliche Arbeit eines Landwirts.“

Viele Landwirte beklagen, dass sie deutlich mehr Zeit am Computer und am Schreibtisch verbringen müssten als noch vor einigen Jahren, um die Auflagen, Nachweispflichten und Kontrollen in ihren Betrieben zu bewältigen. Im vergangenen Jahr gab es auch Kritik daran, dass bürokratische Hürden viele Betriebe von Hilfsmaßnahmen des Bund- und Länderprogramms für von der Dürre in Not geratene Landwirte ausschließen würden.

Merkel betonte, es gehe darum, wettbewerbsfähig zu sein, aber auch umweltfreundlich zu wirtschaften. In diesem Zusammenhang hob sie die Rolle der Digitalisierung hervor, die es Landwirten ermögliche, umweltschonender zu arbeiten. „Diese technischen Möglichkeiten wollen wir auch weiterentwickeln“, sagte sie.

Merkel wird in der kommenden Woche zum ersten Mal auf der Berliner Welternährungskonferenz (GFFA) des Bundeslandwirtschaftsministeriums sprechen, die am Donnerstag in Berlin beginnt. Die dreitägige Veranstaltung, die seit 2009 jährlich im Rahmen der weltgrößten Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche stattfindet, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“. Zur GFFA werden Agrarminister aus bis zu 70 Ländern erwartet.

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