Air Berlin und Etihad Dobrindt lehnt Codeshareflüge weiter ab

Exklusiv

Die Gemeinschaftsflüge von Air Berlin und Etihad sorgen weiter für Zoff. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will in Zukunft nicht alle Flüge freigeben. Eine Exklusivmeldung.

Codesharing Quelle: dpa

Der Streit zwischen Etihad Airways und der Bundesregierung eskaliert. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt die Freigabe aller Gemeinschaftsflüge zwischen Etihad und ihrer Beteiligung Air Berlin weiter ab. 31 Codeshare-Flüge, bei denen die Linie aus Abu Dhabi Air-Berlin-Verbindungen als ihre eigenen verkauft, seien „letztmalig und befristet bis zum 15.01.2016“ genehmigt, heißt es im Bundesverkehrsministerium (BMVI) auf Anfrage der WirtschaftsWoche.

Im Oktober hatte Etihad Airways beim Luftfahrt-Bundesamt 83 Codeshare-Verbindungen für den Winterflugplan 2015/16 beantragt. Die Gemeinschaftsflüge gelten als entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft von Air Berlin.

Darum geht es beim Code-Share-Streit

An der Haltung des BMVI ändere auch die neue Initiative der EU-Kommission nichts. Das BMVI begrüße zwar Verhandlungen der EU mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) über faire Wettbewerbsbedingungen. „Luftverkehrsabkommen mit den Golfstaaten sollten dabei absolute Priorität haben“, so das BMVI. Doch „erst danach kann in einem zweiten Schritt die mögliche Gewährung zusätzlicher Verkehrsrechte in Betracht gezogen werden“, so das BMVI. Bilaterale Gesprächsangebote hätten die VAE „wiederholt“ abgelehnt.

Etihad sucht nun die gerichtliche Klärung. Spätestens im Januar muss das Verwaltungsgericht in Braunschweig, dem Sitz des Luftfahrt-Bundesamtes, entscheiden. Etihad hatte das BMVI im Oktober verklagt. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte, dass über das Eilverfahren bald entschieden werde.

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