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Alexander Dobrindt "Kostenloses WLAN im Regionalexpress"

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"Wir müssen unsere digitale Souveränität zurückgewinnen"

Wie wollen Sie den Ausbau von Breitband in ganz Deutschland konkret fördern?
Entscheidend sind die weißen Flecken in Deutschland, wo sich Investitionen von Unternehmen in schnelle Internet-Versorgung wirtschaftlich nicht rechnen. Diese Lücke werden Länder und Bund mit Förderprogrammen schließen.

An diesen Bahnhöfen surfen Sie umsonst
Gute Nachrichten für Pendler: An deutschen Bahnhöfen können sie täglich 30 Minuten kostenlos das WLAN nutzen. Wer länger als 30 Minuten das Internet nutzt, surft anschließend zum Telekom-Tarifen weiter. Zu den 100 Bahnhöfen, an denen dies möglich ist, gehören unter anderem die Berliner Bahnhöfe Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Zoologischer Garten, Gesundbrunnen, Lichtenberg, Spandau und Wannsee. Quelle: dpa
Auch in Bremen können Pendler 30 Minuten lang kostenlos surfen. Wenn die Verspätung nicht allzu extrem ist, sollte das ausreichen. Quelle: dapd
Auch in immer mehr Innenstädten deutschlands können Smartphone- und Tablet-Nutzer kostenfrei Surfen. Jetzt geht das unter anderem auch am Hauptbahnhof Dresden sowie Dresden-Neustadt. Quelle: dpa
Wer am Hamburger Hafen unterwegs ist, kann ab sofort kostenfrei mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop im Internet surfen. Um am Projekt "HotSpot-City" der Telekom teilnehmen zu können, müssen Nutzer sich nur ein Profil auf der Online-Seite der Telekom anlegen und schon sollen sie lossurfen können. Für mobile Endgeräte gibt es eine App. Gleiches funktioniert nun auch an den Bahnhöfen Hamburg-Hauptbahnhof, Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg. Quelle: dpa
Auch Reisende am Hauptbahnhof Hannover beziehungsweise Hannover-Messe können sich künftig ganz einfach für eine halbe Stunde gratis einwählen: WLAN-Netz "Telekom" wählen und verbinden. Dann die Handynummer auf der Startseite (Hotspot-Portal) eingeben. Der Zugangscode kommt dann per SMS aufs Handy. Quelle: dpa
„Wir wollen den Aufenthalt im Bahnhof für unsere Kunden noch attraktiver machen. Die kostenlose WLAN-Nutzung ermöglicht es, während der Zeit am Bahnhof zum Beispiel Smartphone oder Tablet mit der Cloud zu synchronisieren“, sagt Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG. Das geht jetzt auch an am Frankfurter Hauptbahnhof, dem Bahnhof am Regional- und Fernbahnhof des Frankfurter Flughafen sowie dem Bahnhof Hauptwache. Quelle: dpa
„Der umfangreiche Ausbau von HotSpots ermöglicht es künftig noch mehr Reisenden, an Bahnhöfen drahtlos im Internet zu surfen und E-Mails zu verschicken. Damit kommen wir unserer Vorstellung vom vernetzten Leben und Arbeiten wieder ein Stück näher“, sagt Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden Telekom Deutschland. Davon profitieren auch Pendler am Düsseldorfer Hauptbahnhof sowie dem Bahnhof am Flughafen Düsseldorf. Quelle: AP

Und davon profitiert dann vor allem die Deutsche Telekom, an der der Staat noch mit 32 Prozent beteiligt ist?
Nein. Wir fördern den technologieoffenen Breitbandausbau, also die Vielfalt. Ob die Haushalte auf dem Land per Glasfaser, Kupferkabel oder Mobilfunk mit 50 Megabit pro Sekunde ans Internet angebunden werden, wird regional sehr unterschiedlich sein. Oftmals sind Kombinationen aus mehreren Technologien der richtige Weg. Die Kommunen werden entscheiden, welche Technik vor Ort tragfähig ist. Im Übrigen haben sich inzwischen viele regionale Anbieter etabliert, die kleinere Gemeinden erfolgreich mit Glasfaser versorgen.

Zeigen diese Beispiele nicht auch, dass der Breitbandausbau ganz ohne öffentliche Förderung funktionieren könnte?
Ganz ohne staatliche Unterstützung wird es nicht funktionieren. Aber wir setzen neben der finanziellen Förderung auch auf Vereinfachungen beim Ausbau. 80 Prozent der Kosten für den Breitbandausbau sind derzeit Grabungskosten. Ich arbeite an einer Verordnung, die beim Neubau von Straßen die Möglichkeit vorsieht, Leerrohre für Glasfaserkabel gleich mit zu verlegen. Das senkt die Ausbaukosten.

Die Kosten ließen sich auch durch neue Bautechnologien reduzieren. Beim Microtrenching fräsen Maschinen einen 20 Zentimeter tiefen Kanal in die Straßendecke. Viele Baubehörden lehnen das ab...
Microtrenching kann eine Lösung sein. Allerdings verletzt diese Technik geringfügig den Straßenaufbau. Das geht nur unter bestimmten Bedingungen.

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    Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger will den digitalen Binnenmarkt vorantreiben und den Konzernen durch laschere Regulierung unter die Arme greifen. Haben Sie dafür Verständnis?
    Aufgabe muss sein, die Ertragskraft der Unternehmen zu erhöhen, damit sie ihre Zukunftsinvestitionen in Breitband finanzieren können. Die Investitionsleistung der Unternehmen ist in Deutschland pro Kunde nur halb so hoch wie in den USA.

    Das hat Ihnen bestimmt Telekom-Chef Timotheus Höttges ins Ohr geflüstert...
    Das sind objektive Daten. Wir haben Jahrzehnte der Regulierung hinter uns und ein hohes Maß an Wettbewerb erreicht. Fakt ist aber auch: Weder bei der Netzwerktechnologie noch bei Softwareunternehmen – mit einer großen Ausnahme – sind europäische Konzerne unter den Top Fünf der Welt. Europa braucht Unternehmen, die eine Innovationskraft wie Google entwickeln können. Wir müssen unsere digitale Souveränität zurückgewinnen.

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