Alexander Gauland AfD will unliebsame Mitglieder abkanzeln

Brandenburgs AfD sammelt angeblich Informationen, um Parteimitglieder mit einer rechten Vergangenheit loszuwerden. Landeschef Alexander Gauland dementiert entsprechende Medienberichte.

Der phänomenale Aufstieg der AfD
AfD Bundesparteitag in Erfurt Quelle: dpa
AfD im Europaparlament Quelle: dpa
AfD Zeiungsabonnements Quelle: dpa
Bernd Lucke Europaparlament Quelle: dpa
AfD Bernd Lucke Europaparlament Quelle: dpa
DMark
Frauke Petry Quelle: dpa
AfD Sachsen Landtagswahl Quelle: dpa
14. August: Landtagswahl in Brandenburg: Bernd Lucke hat allen Grund zu Freudenschreien in Potsdam: In Brandenburg kommt die AfD aus dem Stand auf zwölf Prozent. Damit ist sie die viertstärkste Kraft im Landtag. Wie in Sachsen haben auch hier die Spitzenkandidaten der SPD und der CDU eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Quelle: dpa
14. September: Landtagswahlen in Thüringen:Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD, jubelt am 14.09.2014 freut sich derweil in Erfurt. Hier erlangt die AfD 10 Prozent und zieht ebenfalls sicher in den Landtag ein. Die AfD liegt nur 2,5 Prozentpunkte hinter der SPD. Quelle: dpa

Die Wahlen in Brandenburg waren für die Alternative für Deutschland ein voller Erfolg. Und auch bundesweit ist die Partei im Aufwind. Doch jetzt rumort es kräftig in der Partei. Alexander Gauland, Landeschef in Brandenburg, will laut Spiegel einige designierte Landtagsabgeordnete schnell wieder loswerden. Grund ist offenbar ihre rechte Vergangenheit. Bei vier der elf gewählten Landtagsabgeordneten ist inzwischen eine frühere Mitgliedschaft in rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien bekannt geworden.

Einer von Gaulands engsten Vertrauten erarbeitet gerade einen Plan, um die Abgeordneten zur Aufgabe ihres Mandats zu drängen. "Um Druck aufzubauen, wolle man beispielsweise anonym Strafanzeigen stellen", schreibt das Magazin. Dies soll bis Ende dieser Woche geschehen. Also noch bevor die Mandate offiziell vergeben werden. Gezielt werde zudem nach weiteren Verfehlungen der betreffenden Personen gesucht. Laut Spiegel handelt es sich dabei um Thomas Jung, Steffen Königer, Rainer van Raemdonck und Sven Schröder.

Sollte ein Betroffener sein Mandat nicht zurückgeben, könne er auch noch aus anderen Gründen aus der Fraktion ausgeschlossen oder isoliert werden, schreibt der Spiegel unter Berufung auf einen Vertrauten Gaulands. Der Landeschef hat den Bericht umgehend dementiert. Gegenüber der rechtskonservativen Zeitung Junge Freiheit bezeichnete er den Artikel als "völligen Quatsch" und "Versuch, die Fraktion zu spalten".

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