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Altenpflege Bundesarbeitsminister Heil fordert Arbeitgeber zu Tarifverträgen auf

Die Arbeitgeber in der Altenpflege sollen Tarifverträge mit den Gewerkschaften abschließen. Falls nicht, werde sich der Gesetzgeber einschalten.

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Fast 80 Prozent der Beschäftigten in der Altenpflege seien nicht tarifgebunden, so der Bundesarbeitsminister. Quelle: dpa

Berlin Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat die Arbeitgeber in der Altenpflege aufgerufen, mit den Gewerkschaften Tarifverträge für eine bessere Bezahlung zu vereinbaren. „Macht Euch selbst auf den Weg, sonst kommt der Gesetzgeber“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in der Haushaltsdebatte des Bundestages.

Etwa 80 Prozent der Beschäftigten in der Altenpflege seien nicht tarifgebunden. „Das ist der Grund für die schlechte Bezahlung in der Altenpflege.“ Er wolle dafür sorgen, dass es „zumindest mal einen Tarifvertrag gibt, der so repräsentativ ist, dass wir ihn auch mit geltendem Recht für allgemeinverbindlich erklären können“. Erst wenn das nicht gelinge, werde er darüber nachdenken, „was wir gesetzgeberisch machen müssen“, sagte Heil.

Die Bundesregierung hatte am Dienstag eine Aktion gegen den Fachkräftemangel in der Pflegebranche gestartet. Laut Bundesagentur für Arbeit kommen auf 100 offene Stellen 28 arbeitslos gemeldete Altenpfleger. In keinem anderem Wirtschaftsbereich kommen auf offene Stellen so wenige Jobsuchende. Ähnlich knapp ist das Arbeitsangebot nur bei Lokführern: Dort kommen auf 100 offene Stellen 36 Arbeitslose.

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