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Alternative für Deutschland Die Frauenquote sei „völlig unausgegoren“

CDU und SPD haben sich auf eine konkrete Umsetzung der Frauenquote geeinigt. Doch nicht überall findet der Regierungskompromiss Anklang. Kritik wird auch von der AfD-Sprecherin Frauke Petry laut.

Frauke Petry bei einer Veranstaltung zur Landtagswahl in Sachsen. Quelle: REUTERS

Die Sprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, sieht die Pläne der großen Koalition zur gesetzlichen Frauenquote kritisch. „Quotenregelungen sind nicht der richtige Weg zur Erreichung echter Gleichberechtigung“, sagte sie. Sie forderte Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit, auf die die Frauenquote abziele.

Die Frauenquote in ihrer derzeitigen Form sei  „völlig unausgegoren“. „Die geplante Regelung schafft für Frauen keine besseren Chancen in Führungspositionen aufzusteigen.“ So profitierten bei den betroffenen DAX-Konzernen nicht einmal hundert Frauen von der Quote, sagte Petry.

So viele Frauen fehlen in den Aufsichtsräten bei einer Frauenquote von 30 Prozent

Petry kritisierte zudem die diskriminierende Signalwirkung der Quote. Demnach könne eine Frau, die in einen Aufsichtsrat berufen wird, nicht mehr sicher sein, ob sie wegen ihrer individuellen Leistung oder wegen der Quote berufen wird. „In einer fairen Leistungsgesellschaft dürfen Führungspositionen nicht nach angeborenen Merkmalen, und dazu gehört auch das Geschlecht, vergeben werden, sondern ausschließlich nach Qualifikation und Eignung.“

Nach langem Ringen hatten sich die Spitzen der großen Koalition auf eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der größten deutschen Unternehmen geeinigt. Ab 2016 soll knapp ein Drittel der Aufsichtsratsposten in 108 börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt sein – ohne Ausnahme. Das Kabinett verabschiedet das Gesetzt am 11. Dezember.

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