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Amtliches Endergebnis SPD bekommt einen Bundestagssitz mehr

Das endgültige amtliche Ergebnis der Bundestagswahl ist eine gute Nachricht für die SPD: Die Partei kann mit 193 statt 192 Abgeordneten ins Parlament einziehen.

Die Berufe der Parlamentarier
Öffentlicher Dienst149 von 630 Bundestagsabgeordneten kommen aus dem öffentlichen Dienst, sind also Lehrer, Polizisten oder Verwaltungsmitarbeiter. Sie stellen mit einem Viertel die größte Gruppe der Abgeordneten. Allerdings repräsentieren sie nur elf Prozent der 41 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Eine Erklärung für den hohen Anteil an Mitarbeitern aus dem öffentlichen Dienst im Bundestag kann sein, dass für diese Berufsgruppe eine Beurlaubung leichter möglich ist, wie die Welt in einer Analyse feststellt. Quelle: dpa
LehrerIn der Gruppe der Abgeordneten aus dem öffentlichen Dienst ist die Anzahl der Lehrer besonders hoch. Seit 1961 stieg der Anteil der Pädagogen stetig an und erreichte 1994 mit 77 Personen ihren Höhepunkt. Im neuen Bundestag werden noch 36 Lehrer vertreten sein. Quelle: dpa
Anwälte und Notare80 Vertreter dieser Branche sitzen im neuen Bundestag, während es 1961 nur 33 Personen waren - eine Verdopplung also. In ganz Deutschland, so die Angaben der Anwaltskammer, praktizieren 160.000 Anwälte. Quelle: dpa
Forst-und LandwirtschaftDie Anzahl der Abgeordneten aus Forst- und Landwirtschaft ist deutlich gesunken - von 52 Abgeordnete, auf heute noch 15 Personen. Quelle: dpa
UnternehmerMittlerweile sitzen kaum noch Unternehmer im Bundestagtag: Es sind nur noch 35... Quelle: Fotolia
Handwerker... Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich das Bundestagsmandat in kleineren (Handwerks-)betrieben nur schwer mit der Arbeit verbinden lässt. Quelle: Fotolia

Die SPD bekommt einen Sitz im Bundestag mehr, als das vorläufige Ergebnis aus der Wahlnacht ergeben hatte. Nach dem endgültigen amtlichen Ergebnis sind die Sozialdemokraten mit 193 statt 192 Abgeordneten im

Parlament vertreten, wie Bundeswahlleiter Roderich Egeler am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das zusätzliche Mandat geht an Jens Zimmermann von der hessischen SPD-Landesliste. Der 32-jährige aus Groß-Umstadt in Südhessen zieht in den Bundestag ein. Zimmermann erfuhr vergangene Woche von seiner unverhofften Chance, per Twitter über die Internetseite wahlrecht.de. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler wühlte sich durch die Auszählergebnisse aus den einzelnen Bundesländern - und fand die Berechnungen nachvollziehbar. Die Sektkorken wollte er aber erst knallen lassen, wenn er mit Brief und Siegel wisse, dass es tatsächlich klappe mit dem ersehnten Sitz im Berliner Parlament. Am Mittwoch war es dann soweit: Der Bundeswahlleiter verkündete mit dem amtlichen Endergebnis der Wahl vom 22. September Zimmermanns verspäteten Einzug in den Bundestag. Vor der Tür des Sitzungssaals erhielt der Kandidat aus dem Odenwald seinen Abgeordnetenausweis. Wann er sein Büro beziehen werde, sei noch unklar: „Das hat im Moment noch ein bisschen was wie Erstsemester an der Uni. Noch weiß niemand genau, wohin.“

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Dem neuen Bundestag, der sich am 22. Oktober konstituieren soll, gehören damit 631 Abgeordnete an. Stärkste Kraft ist die Unionsfraktion mit 311 Sitzen. Die Linke erhält 64 Sitze, die Grünen kommen auf 63 Sitze.

Bestätigt wurden die prozentualen Ergebnisse der Wahl am 22. September. Demnach erhielten CDU und CSU zusammen 41,5 Prozent. Davon entfielen auf die CDU 34,1 Prozent (2009: 27,3 Prozent) und auf die CSU 7,4 (6,5) Prozent. Die SPD bekam 25,7 (23,0) Prozent, die Linke 8,6 (11,9) Prozent. Die Grünen erhielten 8,4 (10,7) Prozent.

Egeler äußerte sich in einer Sitzung des Bundeswahlausschusses besorgt darüber, dass es mehr Neuauszählungen in Wahlbezirken gab. Bundesweit war die Zahl der gültigen Zweitstimmen letztlich um mehr als 24 000 höher als nach den vorläufigen Ergebnissen der Wahlnacht.

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