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Andreas Bovenschulte Vorstoß von Bremens Bürgermeister: 2G ab Hospitalisierungswert 3

Die aktuelle Situation auf der Intensivstation im Klinikum Fürth ist angesichts steigender Corona-Zahlen sehr angespannt, das Personal ist mit den Kräften am Ende. Quelle: dpa

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat vor dem Coronagipfel von Bund und Ländern an diesem Donnerstag einen Vorschlag für einen bundesweiten Schwellenwert für 2G gemacht.

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Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat vor dem Coronagipfel von Bund und Ländern an diesem Donnerstag einen Vorschlag für einen bundesweiten Schwellenwert für 2G gemacht. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei die Hospitalisierungsinzidenz der Leitindikator für alle Maßnahmen. „Daran sollten wir uns halten“ sagte Bovenschulte der WirtschaftsWoche. „Ich könnte mir drei gut vorstellen, also drei Krankenhauseinweisungen wegen einer Coronainfektion in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.“ Die 2G-Regel sieht vor, dass nur geimpfte oder genesene Menschen Zutritt zu bestimmten Einrichtungen haben.

Das Bundesland Bremen steht beim Impfen gegen Corona bundesweit am besten da: 82 Prozent aller Bremerinnen und Bremer sind mindestens schon einmal geimpft. „85 Prozent sind mein Ziel. Das wird aber alles andere als einfach“, sagte Bovenschulte. Die Zahl der vollständig Geimpften im Alter über 18 Jahren liegt in Bremen bei 92 Prozent.

Der SPD-Politiker kritisierte gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Bund und Ländern angesichts steigender Coronafallzahlen. „In einer Pandemie mit all ihren Unwägbarkeiten ist man meiner festen Überzeugung nach gut beraten, wenn man sich unterhakt und sich nicht gegenseitig mit Vorwürfen überzieht. Das bringt uns nicht weiter.“ Den ganzen Sommer über hätte jedes Bundesland flächendeckende Ausgangssperren, Lockdowns und vieles mehr beschließen können. Und auch das von der künftigen Ampelkoalition geplante Gesetz bietet viele Instrumente, um die Pandemie zu bekämpfen. „Am Ende aber muss das jedes Land seine Hausaufgaben machen und auf das Infektionsgeschehen im eigenen Land reagieren. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wenn Länder die vorhandenen Möglichkeiten nicht nutzen und andere dafür verantwortlich machen“, sagte Bovenschulte.

Mehr zum Thema: Das vollständige Interview mit Andreas Bovenschulte lesen Sie hier.

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