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Angstforscher zur Flüchtlingskrise "Irrationale Ängste lassen sich einfach bedienen"

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Wie die AfD irrationale Ängste ausnutzt

Eine Angst, die die AfD bedient?

Ja, die AfD nutzt irrationale Ängste für ihre eigene Agenda skrupellos aus. Und in Amerika behauptet der Präsidentschaftskandidat Donald Trump, dass Mexikaner amerikanische Frauen vergewaltigen. Überzeugte Demokraten und seriöse Politiker dürfen bei so etwas nicht mitmachen, auch wenn es Wählerstimmen kostet.

Mittlerweile wird pauschal über „Nordafrikaner“ und „Araber“ gesprochen. Warum ist Differenzierung in Angst-Zeiten so schwer möglich?

Sie ist durchaus möglich. Nur lassen sich eben irrationale Ängste mit solchen Schlagworten einfach bedienen. Das Problem ist, dass alle Dunkelhaarigen plötzlich zu Nordafrikanern gemacht werden. Es wird nicht mehr unterschieden, um welche Nation oder ethnische Herkunft es geht. Wer so argumentiert, kommt der Problemlösung nicht näher.

Vor Silvester war das noch verpönt.

Ja, vor einigen Wochen war das Pendel noch stärker in Richtung Politische Korrektheit ausgerichtet. Ob Straftaten von Ausländern begannen wurden, war weniger oder gar nicht wichtig. Jetzt erleben wird das Gegenteil. Volle Transparenz und Fakten statt Politischer Korrektheit.

In Arbeit
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Manifestieren sich in solchen Diskursen negative Einstellungen gegenüber Flüchtlingen und Ausländern?

Ich bin optimistisch, dass sich ein Großteil der Aufregung relativeren wird – wie wir es beispielsweise immer wieder bei Terroranschlägen erleben. Irgendwann kehrt die Normalität zurück. Trotzdem beobachte ich derzeit einen Stimmungswandel im Land. Viele Menschen, die bislang liberal gegenüber Ausländern eingestellt waren, geben ihre liberale Grundhaltung Stück für Stück auf. Je länger die Flüchtlingskrise dauert und je drängender die Probleme werden, desto mehr steigt die Fremdenfeindlichkeit. 

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