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Anti-Islam-Demos Jeder zweite Deutsche hat Verständnis für "Pegida"

Die Anti-Islam-Gruppe „Pegida“ hat viele Sympathisanten. Jeder zweite Deutsche hat Verständnis für die Demonstranten, die Mehrheit der Bürger fürchtet den Einfluss radikaler Islamisten. Die Kanzlerin ist alarmiert.

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Vor diesen Problemen stehen die Zuwanderer
Teilnehmer eines Kurses "Deutsch als Fremdsprache" Quelle: dpa
Eine Asylbewerberin wartet in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in Berlin Quelle: dpa
Eine Frau sitzt in einem Flüchtlingsheim in einem Zimmer Quelle: dpa
Ein Flüchtling sitzt vor einer Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber Quelle: dpa
Verschiedene Lebensmittel liegen in der Asylunterkunft in Böbrach (Bayern) in Körben Quelle: dpa

Jeder zweite Deutsche hat Verständnis für islamfeindliche Demonstrationen wie die von "Pegida": So lautet das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von Zeit Online. Ganze 30 Prozent der Befragten gab an, voll und ganz Verständnis für Demonstrationen wie in Dresden zu haben, weitere 19 Prozent stimmten für "eher ja". Nicht einmal ein Viertel der Befragten hat kein Verständnis für die Demonstranten.

Gruppierungen wie Pegida, die "Pflichtbewussten Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", spielen erfolgreich mit der Angst vieler Deutscher: Fast drei Viertel aller Bundesbürger haben Sorge vor einem wachsenden Einfluss radikaler Auswüchse des Islams wie etwa der Terrormiliz Islamischer Staat.

Ausländer in Deutschland

Für die Umfrage wurden 1107 Deutsche zwischen dem 12. und 15. Dezember befragt. Auch bezogen auf die deutsche Flüchtlingspolitik stimmt eine Mehrheit der Bundesbürger mit den Ansichten der Anti-Islam-Bewegung überein: 30 Prozent der Befragten sind der Meinung, Deutschland nehme "deutlich zu viele Flüchtlinge" auf, für weitere 29 Prozent sind es "eher zu viele".

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist alarmiert und verurteilt hat die Aktionen der Anti-Islam-Bewegung entsprechend scharf. In Deutschland gelte zwar die Demonstrationsfreiheit, sagte sie am Montag nach einem Gespräch mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow in Berlin. "Aber hier ist kein Platz für Hetze und Verleumdung."

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Dies gelte insbesondere für Aktionen, die gegen Menschen gerichtet seien, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Jeder, der an "Pegida"-Demonstrationen teilnehme, müsse "aufpassen, dass er nicht instrumentalisiert wird". In Dresden wollen am Abend erneut Anhänger der Anti-Islam-Gruppe "Pegida" auf die Straße gehen.

Das Bündnis "Dresden für alle – Für ein weltoffenes Dresden" plant eine Gegenkundgebung. Vor einer Woche waren dem Aufruf der „Pegida“ rund 10.000 Menschen gefolgt – 9000 Menschen demonstrierten zeitgleich für mehr Toleranz.

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