Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt Rückkehr zur Parität kostet Firmen fünf Milliarden Euro jährlich

Arbeitgeberpräsident Kramer hat die von Union und SPD vereinbarte Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung kritisiert. Dies bedeute eine milliardenschwere Mehrbelastung für Unternehmen.

„Wenn wir von wirklicher Parität sprechen wollen, dann müssen wir die Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mit einbeziehen.“ Quelle: dpa

BerlinArbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat das Sondierungsergebnis zwischen Union und SPD kritisiert. Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung sei ein „teurer Rückschlag“ für die Unternehmen und bedeute eine Mehrbelastung der Wirtschaft von 5 Milliarden Euro jährlich, erklärte Kramer am Freitag in Berlin.

„Fakt ist: Schon bisher tragen wir als Arbeitgeber mehr als die Hälfte der Krankheitskosten. Wenn wir von wirklicher Parität sprechen wollen, dann müssen wir die Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mit einbeziehen.“ Deutschlands Unternehmen zahlten durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mehr als 50 Milliarden Euro.

Insgesamt sei das Ergebnispapier der Sondierungen „kein großer Zukunftsvertrag“, sondern weise eine klare Schlagseite zur Umverteilung auf. „Im Kern geht es leider wenig um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, dafür aber detailliert und umso umfangreicher um teure Ausgabe-Versprechen in Sachen Rente, Kindergeld und Sozialleistungen.“

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