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Arbeitslosenzahlen Kein Grund zum Feiern

Die Arbeitslosenzahlen sind im November auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren gesunken. Doch von Feierstimmung kann bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) keine Rede sein. BA-Chef Frank-Jürgen Weise weiß genau, dass der Wind bald drehen wird.

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Es kommentiert WirtschaftsWoche-Redakteurin Elke Pickartz

Bekanntlich ist der Arbeitsmarkt ein „nachlaufender Konjunkturindikator“, der auf einen Abschwung mit einer Verzögerung von sechs bis acht Monaten reagiert. Das liegt zum einen an den Regeln des Kündigungsschutzes. Zum anderen greifen die Unternehmen im Abschwung zunächst auf Puffer wie Überstundenabbau oder Kurzzeitarbeit zurück - und gehen dann erst ans „Eingemachte“.

Doch spätestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wird die Flaute voll durchschlagen. Die entscheidende Frage ist, wie stark der deutsche Arbeitsmarkt von der weltweiten Krise erfasst wird und ob er sich zumindest teilweise abkoppeln kann?

Die BA selbst rechnet bis Ende 2009 mit höchstens 130.000 neuen Arbeitslosen. Einige Ökonomen sehen den Zuwachs hingegen bei einer halben Million.

Treffen wird es zunächst vor allem Zeitarbeiter, befristet Beschäftigte und Geringqualifizierte. Die letzte Gruppe verzeichnen bereits heute eine Arbeitslosenquote von 26 Prozent und lässt sich am schnellsten wegrationalisieren.

Das sind schlechte Aussichten, doch eines ist in dieser Krise anders: Der Arbeitsmarkt ist seit den rot-grünen Hartz-Reformen flexibler und robuster geworden. Seit 2005 ist die durchschnittliche Arbeitslosendauer spürbar zurückgegangen. Selbst wenn es also im nächsten Jahr deutlich nach unten geht, wird sich der Arbeitsmarkt aller Voraussicht nach schneller erholen, als in früheren Rezessionen.

Neben viel Schatten gibt es also auch ein wenig Licht.

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