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Arbeitslosigkeit Noch läuft es rund auf dem Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni um 51.000 auf 2,711 Millionen gesunken. Der positive Trend könnte sich laut Expertenprognosen in der zweiten Jahreshälfte allerdings ändern.

Berufe mit Zukunftsgarantie
Ein Turm aus Styropor-Bausteinen, der vor dem Arbeitsministerium in Berlin aufgebaut wird, soll den ohne Fachkräfte zusammenbrechenden Arbeitsmarkt symbolisieren. Quelle: dpa
Ein junger Mann bedient einen Gasschweißer Quelle: dpa
Eine Dialyseschwester überprüft in Hamburg im Marienkrankenhaus die Einstellungen eines Dialysegerätes. Quelle: dpa
Ein Schiff fährt in Köln an den Kranhäusern und dem Dom vorbei den Rhein hinunter. Quelle: dpa
Einen Aufkleber mit dem offiziellen Slogan der Imagekampagne des Landes Baden-Württemberg "Wir können alles. Außer Hochdeutsch." hält eine junge Frau in der Hand. Quelle: AP
Der Reichstag in Berlin Quelle: REUTERS
Besucher aus Holland in bayerischem Blauweiß prosten sich beim Münchner Oktoberfest zu. Quelle: dpa

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit fast 24 Jahren gefallen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in diesem Monat 2,711 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 51.000 weniger als im Mai und 122.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg weiter mit. Die Arbeitslosenquote habe 6,2 Prozent betragen. Niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im November 1991. Der Arbeitsmarkt habe sich mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung weiter günstig entwickelt, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Auch unter Herausrechnung der Saison-Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl zurück. Saisonbereinigt verzeichnete die BA mit 2,786 Millionen Erwerbslosen 1000 weniger als im Mai. Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um 5000 erwartet

Die sieben größten Ängste der Deutschen

Nachdem die Zahl der Erwerbslosen bereits in den Vormonaten auf einem Rekordtief gelegen hatte, laufe es auch im Juni auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch rund, bestätigten auch die Ökonomen deutscher Großbanken in einer Umfrage. Schon in kommenden Monaten könnte der aktuelle Jobaufschwung aber an Tempo verlieren. Dabei sei selbst ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Herbst nicht ausgeschlossen. Die meisten Ökonomen gehen aber allenfalls von einer stagnierenden Erwerbslosigkeit bis zum Jahresende aus.

Als Grund führen die Volkswirte neben dem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auch die Auswirkungen des Mindestlohns an. So sei die Zahl der Minijobs in den vergangenen Monaten stark gesunken. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Einsatz von 450-Euro-Jobs in manchen Branchen nicht mehr rentabel sei. Manche Mini-Jobs könnten aber auch in reguläre Stellen mit voller Versicherungspflicht umgewandelt worden sein, räumen einige Ökonomen ein.

Die Griechenland-Krise dürfte dagegen nach Einschätzung der Fachleute den deutschen Arbeitsmarkt vorerst unbeeindruckt lassen. „Es gibt deswegen schon einige Unsicherheit. Die Griechenlandkrise drückt auch zweifelsohne auf die Unternehmensstimmung“, berichtete BayernLB-Volkswirt Stefan Kipar. „Das beeinflusst aber im Moment noch nicht die Beschäftigungspläne der Firmen.“

Kein Unternehmen stelle deswegen die geplante Einstellung von Mitarbeitern zurück. Bestätigt fühlen sich die Volkswirte durch das große Stellenangebot, das nach Angaben der Bundesagentur im Juni ein Rekordhoch erreichte.

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