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Arbeitsmarkt BDA-Chef Hundt: "Laumann-Vorschlag ist rechtswidrig"

Den aktuellen Vorschlag des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Josef Laufmann, Gewerkschaftsmitgliedern Boni auszuzahlen, hält Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, für rechtswidrig.

Arbeitgeberpräsident Dieter Quelle: AP

WirtschaftsWoche: Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann fordert Boni für Gewerkschaftsmitglieder. Machen die Arbeitgeber da mit?

Hundt: Eine differenzierte Behandlung zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern der Gewerkschaften in Tarifverträgen ist unmöglich. Eine solche Regelung wäre auch rechtswidrig. Sie würde den Arbeitgeber zu einer unzulässigen Benachteiligung zwingen und auf Arbeitnehmer in verfassungswidriger Weise Druck ausüben, sich einer Gewerkschaft anzuschließen.

Das scheint CDU-Politiker Laumann anders zu sehen.

In dem Papier der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion wird zu Recht darauf hingewiesen, dass es einem Arbeitgeber nicht verwehrt werden kann, tarifvertraglich vereinbarte Leistungen auch Nichtmitgliedern zu gewähren.

Was tun die Arbeitgeberverbände, um selbst Mitglieder zurückzugewinnen?

In vielen Branchen gelang es in den vergangenen Jahren, die Tarifverträge zu modernisieren und an die veränderten Bedingungen anzupassen. Für die Attraktivität der Tarifbindung liegt die Verantwortung aber bei beiden Sozialpartnern. Das sollten die Gewerkschaften auch bei ihren Lohnforderungen berücksichtigen.

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