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Arbeitsmarkt Bis 2010 mehr als eine Million Zeitarbeiter

Trotz des akuten Einbruchs der Beschäftigtenzahlen in der Branche, glaubt Volker Enkerts, Präsident des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA), die Zeitarbeit werde in Deutschland „bis 2010 die Millionengrenze knacken“.

Der Zeitarbeiteranteil an den Erwerbstätigen, prognostiziert der Hamburger Unternehmer, werde sich von jetzt 1,6 Prozent bis 2015 verdoppeln. Von Juli bis Dezember 2008 reduzierte sich die Zahl ihrer Mitarbeiter nach Angaben des BZA von 821.000 auf 657.000 – ein Rückgang um 20 Prozent.

Optimistisch ist Enkerts auch, was einen Mindestlohn betrifft. Er prognostiziert, dass es in spätestens zwei Jahren zu einer Regelung kommt. „Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner haben uns signalisiert, dann im Tarifausschuss des Bundesarbeitsministeriums für einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag zu votieren, der ins Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufgenommen wird“, so Enkerts gegenüber der WirtschaftsWoche.

2011 gilt als „Deadline“, weil durch die dann anstehende Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osteuropa von dort aus jeder Tariflohn unterboten werden könnte. So warnt der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Gerald Weiß, ohne einheitliche Lohnuntergrenze würde Deutschland „bei der EU-weiten Arbeitnehmerfreizügigkeit Zeitarbeit auf niedrigstem Lohnniveau importieren“.

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