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Asyl-Skandal Bamf bekam wohl 2016 ersten Hinweis auf Bremer Unregelmäßigkeiten

Neue Erkenntnisse im Asyl-Skandal: Das Bamf könnte schon früher als gedacht Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei Verfahren in Bremen bekommen haben.

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Bamf bekam wohl 2016 ersten Hinweis auf Bremer Unregelmäßigkeiten Quelle: dpa

Berlin Das Bundesamt für Flüchtlinge (Bamf) soll die erste Information über Unregelmäßigkeiten bei Asyl-Entscheidungen in seiner Bremer Außenstelle bereits 2016 erhalten haben. Ein anonymer Hinweis auf Missstände sei am 25. Januar 2016 bei einem Ombudsmann des Amtes in Berlin eingegangen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Das sei vor wenigen Wochen in einer Sitzung des Bundestagsinnenausschusses bekanntgeworden, in der die seit diesem Februar amtierende Behördenchefin Jutta Cordt Auskunft gegeben habe.

Ihr habe am 21. Dezember 2017 ein interner Bericht über die Bremer Probleme vorgelegen. Dem Innenministerium sei der Bericht aber erst am 21. April übermittelt worden, zwei Tage nach Bekanntwerden des Skandals. So habe es die Bundesregierung auf Anfrage eines FDP-Abgeordneten mitgeteilt, schreibt die Zeitung.

Nach staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungen am 18. und 19. April war bekannt geworden, dass eine frühere Leiterin der Bremer Bamf-Stelle zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Menschen Asyl gewährt haben soll, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. Die inzwischen schon wieder abgelöste neue Leiterin sprach danach von einer weit größeren Dimension und vergeblichen Versuchen, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) persönlich darüber zu informieren.

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