Außenpolitik Baerbock stellt Mali-Einsatz nach diplomatischer Eskalation infrage

Die Spannungen zwischen Frankreich und der malischen Militärregierung nehmen zu. Die Außenministerin zeigt sich mit Paris solidarisch.

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„Angesichts der jüngsten Schritte der malischen Regierung müssen wir uns ehrlich fragen, ob die Voraussetzungen für den Erfolg unseres gemeinsamen Engagements weiter gegeben sind.“ Quelle: dpa

Außenministerin Annalena Baerbock hat den Mali-Einsatz der Bundesregierung infrage gestellt. „Angesichts der jüngsten Schritte der malischen Regierung müssen wir uns ehrlich fragen, ob die Voraussetzungen für den Erfolg unseres gemeinsamen Engagements weiter gegeben sind“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch der „Süddeutschen Zeitung“.

Baerbock reagierte damit auf massive Spannungen zwischen der einstigen Kolonialmacht Frankreich und der malischen Militärregierung. Die malische Militärjunta hatte den französischen Botschafter und auch dänische Soldaten ausgewiesen.

Die Bundesregierung hatte Frankreich am Dienstag ihre Solidarität versichert. Die französische Regierung kündigte an, bis Mitte Februar mit den EU-Partnern über die künftige Militärpräsenz in dem Land beraten zu wollen. Die EU-Staaten haben auch scharf kritisiert, dass die Militärregierung russische Söldner angeheuert hat.

Rund 1000 Bundeswehrsoldaten sind als Teil einer UN-Friedenstruppe in Mali stationiert. Weitere rund 350 Soldaten aus Deutschland sind an einer europäischen Ausbildungsmission beteiligt.

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