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Auswanderer "Deutschland ist ein Auswanderungsland"

Erstmals seit Jahrzehnten ziehen mehr Menschen aus Deutschland weg als einwandern. Der Integrationsminister von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU) sieht in der Abwanderungswelle ein "Alarmsignal für den Standort Deutschland und ein echtes Problem für die Wirtschaft".

Freiheitsstatue in New York: Quelle: dpa

Sorgenvoll blickt der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU) auf die jüngste Zuwanderungsstatistik.

Danach haben 2008 mehr Menschen die Bundesrepublik verlassen als zugewandert sind. „Zum ersten Mal seit Kriegsende sind wir ein Auswanderungsland“, sagt Laschet.

Bei der wichtigen Frage, wer kommt und wer geht, schneidet Deutschland laut Laschet miserabel ab: „Unsere Zuwanderer haben meist eine geringe Bildung, unsere Auswanderer dagegen sind hoch qualifiziert.“

In Nordrhein-Westfalen seien im ersten Halbjahr 2008 ganze elf hoch qualifizierte Ausländer zugewandert. „Zugleich sind die meisten jungen Türken, die unser Land wieder verlassen, hoch qualifiziert und machen dann in der Türkei eine tolle Karriere.“

Dies sei „ein Alarmsignal für den Standort Deutschland und ein echtes Problem für die Wirtschaft“.

Der Christdemokrat fordert, die Zuwanderungshürden für gut ausgebildete Ausländer abzusenken und für die in Deutschland Lebenden eine „Kultur des Willkommenseins“ zu etablieren.

Damit hoch qualifizierte Ausländer kommen dürfen, müssen sie mindestens 63.600 Euro im Jahr verdienen. „Diese Hürde ist viel zu hoch, wir sollten die Grenze auf 45.000 Euro absenken.“

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