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Automobilbranche Niedersachsen bringt Klimaprämie ins Gespräch

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann sich für den Kauf emissionsärmerer Autos eine Prämie vorstellen. Die Industrie stehe in der Pflicht, Dieselfahrzeuge nachzubessern.

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Der niedersächsische SPD-Ministerpräsident sagte, der Staat sei in der Pflicht, großflächige Fahrverbote zu verhindern. Quelle: dpa

Berlin Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts des Abgasskandals eine Klimaprämie beim Kauf emissionsärmerer Autos ins Gespräch gebracht. Es müssten Anreize für den Umstieg von alten Dieselmotoren auf die Euro-6-Norm oder Elektroautos geschaffen werden, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabmeldung vom Freitag. Denkbar seien „steuerliche Anreize oder eine Art Klimaprämie, die von Industrie und Staat angeboten wird“.

Dem Bericht zufolge ist der Vorschlag Teil eines Fünf-Punkte-Plans Weils zur künftigen Autopolitik in Deutschland. Spitzenvertreter aus Industrie und Politik wollen am Mittwoch in Berlin über die Dieselkrise beraten. Weil sagte, die Industrie müsse sich zur Nachbesserung von Dieselfahrzeugen verpflichten. Der Staat sei wiederum in der Pflicht, großflächige Fahrverbote zu verhindern.

Vor allem der Volkswagen-Konzern, an dem Niedersachen beteiligt ist, steckt wegen des Abgasskandals in einer Krise. Unter Druck gerät die gesamte Branche auch durch die Justiz: Das Verwaltungsgericht Stuttgart entschied am Freitag, nur ein ganzjähriges umfassendes Fahrverbot für ältere Diesel und auch Benziner könne die Luftverschmutzung in der Landeshauptstadt schnell genug eindämmen.

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