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Azubis Flüchtlinge reichern den deutschen Ausbildungsmarkt an

Etwa ein Drittel der Ausbildungsstellen in Deutschland ist unbesetzt. Die Zuwanderung schließt jedoch diese Lücke und beschert eine positive Bilanz.

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Etwa 10.000 Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien unterschrieben im letzten Jahr einen Ausbildungsvertrag. Quelle: dpa

Berlin Eine deutliche Zunahme der Lehrstellenverträge von jungen Leuten aus Afghanistan und Syrien hat dafür gesorgt, dass die Ausbildungsbilanz 2017 für Deutschland noch positiv ausfällt.

Bei den Männern aus diesen beiden großen Herkunftsländern von Asylbewerbern habe sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um rund 7000 auf rund 10.000 mehr als verdreifacht, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit.

Bundesweit unterschrieben im vergangenen Jahr 515.700 Jugendliche einen Lehrvertrag. Das seien 5700 oder 1,1 Prozent mehr gewesen als im Jahr davor. Der gefragteste Ausbildungsberuf war unverändert Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel mit 28.500 Neuverträgen.

Die Zahl der Ausbildungsabbrüche ging laut Statistikamt leicht zurück. Rund 146.000 Ausbildungsverträge wurden vorzeitig aufgelöst. Das waren knapp 400 weniger als im Vorjahr und rund 28 Prozent bezogen auf die Zahl der Neuabschlüsse.

Trotz des Anstiegs der Lehrverträge blieben im vorigen Jahr viele Ausbildungsplätze frei. Laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) konnte gut ein Drittel der Betriebe nicht alle Lehrstellen besetzen.

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