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Bankrotte Rennstrecke Rheinland-Pfalz muss Nürburgring verkaufen

Für den Nürburgring soll es keine Rettungsbeihilfen mehr geben: Die EU-Kommission schickt die Rennstrecke in Konkurs. Die Insolvenz ist zugleich eine Bankrotterklärung für Kurt Becks Landesregierung.

Problembauten am Nürburgring
Freizeit-, Gastronomie- und Hotelkomplex
Ring-Racer
Ring-Werk
Ring-Boulevard
Ring-Arena
Grüne Hölle
Hotels

Laut einem Bericht der Rheinzeitung hat die EU-Kommission mittlerweile die Nase voll vom schwächelnden Nürburgring. Damit ist die Insolvenz unvermeidbar. Die Rennstrecke muss demnach in der Folge teilweise oder ganz verkauft werden.

Wie die WirtschaftsWoche letzte Woche berichtete, zeichnete sich das Ende des Nürburgrings mehr als deutlich ab. Als die Geschäftsführer der Nürburgring GmbH vor ihre Mitarbeiter traten, garnierten sie die grausige Nachricht noch mit einem Hauch von Hoffnung. Vor genau einer Woche warnten Gerd Weisel und Hans-Joachim Koch die Belegschaft vor einer Insolvenz noch in diesem Monat - es sei denn, die EU-Kommission gibt bis Ende Juli die beantragten Rettungsbeihilfen frei und erlaubt dem Land Rheinland-Pfalz, den „Ring“ mit Millionen vor der Pleite zu bewahren. Das Land ist mit Anteilen von 90 Prozent Hauptgesellschafter der Nürburgring GmbH, zehn Prozent gehören dem Landkreis Ahrweiler. Doch bis Ende des Monats reichten weder die Hoffnung noch das Geld.

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13 Millionen Euro hätte Rheinland-Pfalz von Brüssel gebraucht, um die teils vom Schimmel befallene Anlage samt ihren Gesellschaften zu retten. Außerdem hätte der Kredit der Nürburgring GmbH in Höhe von 330 Millionen Euro gestundet werden sollen. Den Gefallen wollte Brüssel der Landesregierung nicht tun. Diese ist somit nicht mehr Herr des Verfahrens, wie die Rhein Zeitung berichtet. Über die Zukunft der Anlage wird künftig ein Insolvenzverwalter entscheiden. Brüssel prüft derzeit den Verdacht, dass insgesamt unerlaubte Beihilfen in Höhe von 524 Millionen Euro in die Rennstrecke und den dazugehörigen Freizeitkomplex geflossen sind.

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