Bayern Bayerns Unternehmen fordern Rente mit 70 - und Wiedereinführung der Praxisgebühr

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Die bayerischen Unternehmen fordern eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und wehren sich gegen die Pläne der Bundesregierung, das Eintrittsalter für langjährig Versicherte abzusenken.

Ein 76-jähirger Mann arbeitet Quelle: dpa

„Eine Rente mit 63 für langjährig Versicherte ist falsch. Die Lasten müssten künftige Generationen tragen. Das Renteneinstiegsalter muss an die Alterung der Gesellschaft angepasst werden“, sagte Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) gegenüber der WirtschaftsWoche. Im seinem „Ordnungspolitischen Bericht 2014“, den die Vereinigung am Montag vorstellen wird, fordern die bayerischen Unternehmen nicht nur die Rente mit 70, sondern auch den Ausbau kapitalgedeckter betrieblicher und privater Altersvorsorge sowie eine strikte Begrenzung der Beiträge.

Für die Krankenversicherung empfiehlt die vbw eine Gesundheitsprämie, wie sie einst die CDU vorgeschlagen hatte, und die Wiedereinführung einer Praxisgebühr, die aber zielgenauer als früher gestaltet werden soll. Zudem sollte der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen durch eine generelle Senkung des Beitragssatzes und Zusatzprämien für einzelne Kassen gestärkt werden. Auch in der Pflege brauche es mehr private Vorsorge.

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