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BDI-Chef Kempf Deutsche Industrie: Vertrauen zwischen EU und USA gesunken

Wirtschaftsminister Altmaier versucht derzeit, die Wogen im Handelsstreit zwischen der EU und und USA zu glätten. Zuspruch kommt von BDI-Chef Kempf.

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Washington Die deutsche Industrie hofft angesichts des anhaltenden Handelskonflikts zwischen den USA und der EU auf eine Entspannung. „In den vergangenen Monaten ist viel Vertrauen zwischen der EU und den USA verloren gegangen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Mittwoch zum Besuch von Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Washington.

Es sei gut, dass Altmaier den Dialog mit der US-Regierung suche. „Statt ständig neuer Zolldrohungen aus Washington brauchen wir Verhandlungen über ein transatlantisches Handelsabkommen. Zwischen den USA und der EU muss es wieder um die Gestaltung von Zukunftsfragen gehen.“

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sagte, Altmaier müsse bei seinen politischen Terminen klarmachen, dass Importe aus der EU keine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA seien. „Die US-Sonderzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa müssen abgeschafft werden. Geradezu absurd ist die Behauptung, dass Fahrzeuge und Fahrzeugteile aus der EU ein Risiko für die nationale Sicherheit sein sollen.“

Handelskonflikte kennten keine Gewinner. Mit seiner Handelspolitik schade US-Präsident Donald Trump letztlich den USA.

Trump hat eine ganze Reihe von Handelskonflikten vom Zaun gebrochen, darunter auch einen mit der EU. Er hatte Mitte Mai angedrohte Sonderzölle auf Einfuhren von Autos - die besonders deutsche Hersteller treffen würden - für ein halbes Jahr ausgesetzt. In dieser Zeit soll über ein Handelsabkommen verhandelt werden.

Die EU möchte eine Vereinbarung mit den USA schließen, die alle Industriegüter inklusive Automobile beinhaltet, nicht aber Agrarprodukte. Die USA wollen auch über Agrarfragen verhandeln.

Altmaier führt am Mittwoch sowie Donnerstag Gespräche in Washington. Zuvor hatte er das Silicon Valley besucht. Am Freitag will der CDU-Politiker das Mercedes-Werk im US-Bundesstaat Alabama besichtigen. Kempf sagte, deutsche Unternehmen seien verlässliche Partner der USA, die mehr als 692.000 Jobs in den USA sichern.

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