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Berlin Intern

DIW am Scheideweg

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Risse im Image der DIW

Euro-Streit in der Wirtschaft
Audi-Chef Rupert Stadler Quelle: dpa
Wolfgang Reitzle Quelle: dpa
Peter Löscher Quelle: dapd
Lutz Goebel Quelle: Maria Schulz
Hans-Peter Keitel Quelle: Reuters
Franz Fehrenbach Quelle: dapd

Attraktiv gibt sich das traditionsreiche Haus derzeit nicht. Erst der unrühmliche Abgang des Präsidenten Klaus Zimmermann, dann schossen Institutsinsassen in anonymen Briefen und im Internet gegen Rürup, der das Wissenschaftlerheim in eine keynesianische Kaderschmiede umbauen wolle. Er selbst erklärt, für die künftige Abteilung Weltwirtschaft brauche man Platz, ein Trupp mit „randständigen“ Themen müsse deshalb weichen.

Kapitalistenknecht oder rote Socke?

Inzwischen sind die Querelen etwas abgeklungen, auch weil – fast keynesianisch – an meist staatlich finanzierter Ersatznachfrage für die Wissenschaftler gebastelt wird. Rürup, der es vom SPD-nahen Finanzprofessor über den Wirtschaftsweisen zum Chefvolkswirt und Geschäftspartner des früheren AWD-Finanzprodukte-Fürsten Carsten Maschmeyer brachte, ficht das nicht an: „Für die einen bin ich Kapitalistenknecht, für die anderen rote Socke – was sollste da sagen?“

Deutschland



Rückendeckung bekommt er aus der Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort erwartet man, dass Rürup dem DIW wieder Struktur gibt und einen durchsetzungsfähigen Chef (oder Chefin). Denn das Institut habe sich in den letzten Jahren zu einer „Schlangengrube“ entwickelt. Eine Häutung wäre da normal.

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