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Berufsbildungsbericht Bildungsministerin will duale Ausbildung stärken

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, stellt in der Bundespressekonferenz den Berufsbildungsbericht 2018 vor. Quelle: dpa

Bildungsministerin Anja Karliczek will die berufliche Ausbildung in Deutschland stärken. Die duale Ausbildung könne einen Beitrag dazu leisten, die Digitalisierung gut zu meistern.

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will die berufliche Ausbildung in Deutschland angesichts des Strukturwandels auf dem Arbeitsmarkt stärken. „Die duale Ausbildung in Deutschland war ein Pfeiler, um gut durch die Krise zu kommen“, sagte Karliczek mit Blick auf die zurückliegende Finanzkrise am Mittwoch in Berlin. Nun könne die duale Ausbildung einen Beitrag dazu leisten, die Prozesse durch Digitalisierung und Strukturwandel gut zu meistern.

„Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind so gut wie lange nicht“, sagte Karliczek bei der Vorstellung des neuen Berufsbildungsberichts, der zuvor vom Bundeskabinett beschlossen worden war. Auf 100 Bewerber kämen rechnerisch 105 Ausbildungsplätze. Entgegen dem demografischen Trend gebe es auch mehr Ausbildungsverträge.

Laut dem Bericht ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr leicht um 3000 auf 523.300 gestiegen. Die Zahl der Betriebe mit Azubis blieb auf ähnlichem Niveau, weniger als jeder fünfte Betrieb bildet aus. Die Zahl der unbesetzt gebliebenen betrieblichen Ausbildungsstellen stieg auf knapp 49.000. Dem stehen rund 24.000 unversorgte Bewerber gegenüber. Knapp 10.000 Geflüchtete begannen bis zum Beginn des Berufsschuljahres eine Lehre.

Karliczek kündigte an, kleine Betriebe, in denen die Ausbildungsquote zurückgegangen ist, dabei zu unterstützen, eine Ausbildereignung zu machen und Lehrstellen anzubieten. Die Abbrecherquote bei den Azubis bezeichnete sie als zu hoch. Sie wies allerdings zurück, dass jeder vierte Lehrling seine Ausbildung abbreche, wie es dies anhand eines bekannt gewordenen Entwurfs des Berufsbildungsberichts zuletzt geheißen hatte. Denn in rund der Hälfte dieser Fälle wechselten die Azubis auf einen anderen Ausbildungsplatz. Den Anteil der „echten Abbrüche“ bezifferte Karliczek auf 12 bis 13 Prozent.

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