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Betreuungsgeld DIHK-Präsident übt massive Kritik am Betreuungsgeld

Exklusiv

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisiert die Bundesregierung ungewöhnlich scharf wegen der Einführung des Betreuungsgeldes.

Schnuller auf Geldscheinen Quelle: dpa

Das Geld setze falsche Anreize und fördere noch, dass Frauen zu Hause bleiben statt in die Arbeit zurückzukehren. „Dieses Thema regt mich wirklich auf! Die 1,2 Milliarden Euro, die hier künftig ausgegeben werden sollen, sollte man besser nutzen, um die Kinderbetreuung wie versprochen auszubauen. Ich rate dringend vom Betreuungsgeld ab“, sagte Driftmann der WirtschaftsWoche. „Es setzt für den Arbeitsmarkt die falschen Signale.“

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Es halte Frauen vom Arbeitsmarkt fern. „Dabei brauchen wir mehr Frauen in der Wirtschaft. Eine der größten Herausforderungen für die Unternehmen ist der Fachkräftemangel. 37 Prozent der Unternehmen sagen schon heute, dass sie offene Stellen zwei Monate oder länger nicht besetzen können. Das entspricht ungefähr 1,2 Millionen freien Stellen.“ Deshalb müsse Deutschland alle Reserven erschließen. „Wir müssen die Frauen unterstützen – die Wirtschaft gemeinsam mit der Politik. Und wir müssen bessere Rahmenbedingungen für berufstätige Frauen schaffen.“ Da sei die Politik gefordert, damit Unternehmen beispielsweise leichter Betriebskindergärten einrichten können.

„Viele Eltern haben es nach meiner Erfahrung gern, wenn ihre kleinen Kinder während der Arbeitszeit in räumlicher Nähe bleiben. Ich wollte in meinem Unternehmen einen Betriebskindergarten bauen – das ist dann quasi an ein paar Quadratmeter fehlender Rasenfläche gescheitert. Ich finde das unglaublich.“

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