Bettina Röhl direkt

Das fatale Menschenbild der Großen Koalition in spe

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Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

Die Fernreisen der Bundestagsabgeordneten
Zum Job eines Bundestagsabgeordneten gehören unter anderem auch Besuche der Kollegen im Ausland. Und das kostet Geld. Laut einem Bericht von Bundestagespräsident Norbert Lammert (CDU), aus dem die Bild-Zeitung zitiert, sind für Auslandsreisen im Zeitraum von Oktober 2011 bis zum Ende dieser Legislaturperiode Kosten in Höhe von 6,88 Millionen Euro angefallen. Das entspricht einem Plus von 41 Prozent oder zwei Millionen Euro gegenüber den ersten beiden Jahren der Legislaturperiode. Quelle: dpa
Laut Lammert müssen Abgeordneten reisen, um ihrer „internationalen Verantwortung gerecht zu werden“ und um notwendigen Informationen und Erfahrungen vor Ort zu sammeln. Dafür waren Abgeordnete in besagtem Zeitraum insgesamt 1.169 mal im Ausland. Am häufigsten gab es Einzeldienstreisen von Abgeordneten (745), Reisen zu Konferenzen von Parlamentarierversammlungen (189) und Ausschuss-Reisen (148). Quelle: dpa
Die exotischsten Ziele waren die Südsee-Inseln Tonga, Fidschi und Samoa. Am häufigsten - nämlich 111 mal - reisten die Abgeordneten allerdings nach Frankreich. Quelle: dpa
Drei Mal reisten Delegationen oder einzelne Abgeordnete auch nach Kuba. Quelle: dpa/dpaweb
Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald (CSU) reiste 2012 zusammen mit einer Delegation nach Argentinien und Uruguay zu „einem Meinungsaustausch über bilaterale Fragen“. Im Juni 2013 ging es noch einmal nach Chile zur Südsternwarte in El Paranal. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Auch den Petitionsausschuss des Bundestages zog es in die Ferne: So ging es für die Mitglieder sowohl nach Südkorea, als auch in die Mongolei.
Eine weitere Delegation des Petitionsausschusses flog im November 2012 zur Weltkonferenz des Internationalen Ombudsmann Instituts nach Wellington in Neuseeland. Quelle: dpa

Eins scheint sicher: Wenn es um Fälle im ländlichen Raum geht, dann wäre eine Hochrechnung auf alle Kitas und deren Besucher ein recht aberwitziges Unterfangen unwissenschaftlich und unseriös. Aber das Menschenbild der brutalen neuen Menschendesigner, so abwegig es ist, ist wirksam und effizient in seiner gesellschaftszerstörenden Wirkung.

Die normative Kraft einer verwerflich vor sich hinwerkelnden Gender-Anti-Rassismus- und Antifaschismus-Industrie ist gewaltig oder, besser ausgedrückt, im Prinzip gewalttätig. Es macht keinen Sinn den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen. Das ist eine alte Weisheit. Gegen Faschismus, Rassismus und Neo-Nazitum nicht nur eingestellt zu sein, sondern sich aktiv dagegen zu engagieren, das ist eine Selbstverständlichkeit und das ist eine gute Sache. Wie alles lässt sich allerdings auch diese gute Sache herrlich missbrauchen.

Dem Missbrauch ist in der Rassismusforschung Tür und Tor geöffnet, weil es sich vor allem um eine Zunft handelt, die ununterbrochen neu definiert, was überhaupt Rassismus sei. Und dabei spielt bis heute eine entscheidende Rolle, dass Stalin einen Begriff des Völkermordes in das internationale Recht implementiert hat, der seine eigenen Völkermorde nicht als solche auftauchen lässt. Das Ganze ist eine ziemlich verlogene und verdorbene Angelegenheit, weshalb die noch amtierende Familienministerin Kristina Schröder zu Recht Bauchschmerzen damit hatte, die vielen Posten auch noch staatlich zu finanzieren. Mit dem freien Geist des Grundgesetzes, der eine freie Wissenschaft fordert, hat die sogenannte Rassismusforschung wenig bis nichts zu tun.

SPD fordert die Überwindung der männlichen Gesellschaft

Die taz veröffentlichte vor einigen Jahren ein wahres oder ein getürktes Protokoll der Schilderung muslimischer Männer, die in Deutschland kaum Sex mit deutschen Frauen haben könnten, weil diese sie ablehnten. Und die taz entblödete sich nicht das von ihr veröffentlichte Protokoll dahin zu kommentieren, dass muslimische Männer in Deutschland unter rassistischer Ablehnung durch deutsche Frauen litten. Nur so ist der Kommentar sinnvoll zu verstehen.

Dagegen bieten sich die muslimischen Frauen zum Wohlgefallen ihrer Brüder und Väter den deutschen Männern freigiebig an?

Normalerweise steht der weiße Mann unter (rassistischem) Generalverdacht und er ist schon von vielen Damen und Herren, die ihre Stimme öffentlich zu erheben pflegen, zum Abschuss frei gegeben worden. Das ist nichts Neues. Schaut man aber in das SPD-Programm hinein, findet sich unter der Rubrik Gender folgendes Verdikt. Hamburger Programm, Seite 41 "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."

Damit ist sicher nicht die männlich-dominierte Gesellschaft fremder Kulturen gemeint, sondern es ist die deutsch-deutsche, die urdeutsche, die teutonische Gesellschaft gemeint, die männlich dominiert und abschaffungswürdig wäre. Die deutsche Frau steht also unter rassistischem Generalverdacht und ihr männliches Pendant erst recht, ohnehin und sowieso.

Und die perfekte Vernetzung der SPD mit den Medien und auch der ihr großen Teils nahe stehenden Forschungseinrichtungen macht es möglich, dass das wahre Menschenbild, das vermittels der SPD an der in Unwissenheit gehaltenen Bevölkerung vorbei durchgepeitscht wird, sich in kürzester Zeit gleichsam als I-Punkt auf der inzwischen in Ansätzen erkannten antideutschen Politik der politischen Klasse etablieren wird.

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