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Bettina Röhl direkt

AfD versus Euro-Fighter

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Der Euro ist keine heilige Kuh

10 Gründe gegen den Euro
Das Portemonnaie ist schwerer geworden Quelle: dapd
Lieb gewonnene Sprichwörter sind nicht mehr gültig Quelle: AP
Eine Sammlung der im Dezember 2010 erhältlichen Ein-Euro Münzen der 17 Eurostaaten Quelle: dpa
Unser Vermögen wurde halbiert Quelle: dpa/dpaweb
Den politischen Talkshows gehen die Themen aus Quelle: REUTERS
Die Deutschen zahlen noch mit der Mark Quelle: AP
Keiner hat uns mehr lieb Quelle: dpa

Und dann tauchte da plötzlich eine neue Partei namens Alternative für Deutschland auf, die, als Mono-Themenpartei gescholten, den Euro in Zweifel zieht und nach alternativen Währungsgestaltungen sucht. Ob diese Partei am Ende über die hinreichende Siegerenergie verfügt, wird sich zeigen. Dass deren Ansatz einer Euro-Reform legitim ist, selbst wenn sie noch keine perfekten Konzepte präsentieren kann, ist in einer Demokratie nicht zu bezweifeln. Die etablierten Parteien bekommen jetzt langsam Muffensausen, da immer offenkundiger wird, dass sie die Euro-Krise, für deren Entstehung sie im Übrigen selber verantwortlich zeichnen, nicht so schnell solide beenden können. Das geht vielen Wählern gegen den Strich und viele Wähler merken erst allmählich, welche demokratischen Möglichkeiten ihnen eine neue Partei bietet.

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“ (AfD)

Im Moment ist es kaum möglich seriös vorher zu sagen, was die AfD am 22. September auf die Waage bringen wird. Aber es ist ein Glücksfall, dass eine Parteineugründung dazu führen könnte, dass die Etablierten zu einer neuen Denk-und Kommunikationskultur gezwungen werden. Und damit verbunden auch zu einer neuen und echteren Bürgernähe. Die Einführung neuer eigener Währungen für einzelne Euro-Staaten inklusive gegebenenfalls eines Talers für Deutschland kann und sollte kein Denktabu sein.

Die Euro-Nomen-Klatura betreibt ein aggressives Eigendoping
Wer denjenigen, der andere Währungskonstellationen als den Euro denkt, als Nationalstaatsfetischisten, als rechtskonservativ, kriegstreiberisch und aller möglichen anderer Exzesse fähig diffamiert, stellt sich selber mindestens an den Rand der Verfassung, die demokratische Fairness verlangt. Das ideologische Moment, das den Euro-Gegnern in einer typischen Minderheiten diskriminierenden Weise zugeschoben wird, liegt zur Zeit viel mehr beim Euro-Mainstream, der sich, wie beschrieben, in Phantasien und abgehobenen Vorstellungen zum Euro verirrt hat und sich das eigene Scheitern nicht eingestehen will.

Deutschland




Es ist schon etwas traurig, dass die Euro-Nomen-Klatura sich von einer AfD derart bedroht fühlt, dass inzwischen unter dem Stichwort der Wiedereinführung der unschuldigsten deutschen Mark Wolken aus brauner Vergangenheit herbei gerufen werden könnten.

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    Wer argumentativ derart ins Niveaulose sinkt, ist auch dann, wenn diese Niveaulosigkeit nur zwischen den Zeilen transportiert wird, disqualifiziert. Eine Modifizierung des Euro darf kein Tabu sein. Und wer die AfD nach ihrem bisherigen Auftritt meint, mit Dreck aus der rechten Kiste besudeln zu müssen, zeigt, dass er die historische Lektion nur unvollständig gelernt hat.

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