Bettina Röhl direkt

Das fatale Menschenbild der Großen Koalition in spe

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Joachim Gaucks Menschenbild und seine erstaunliche Metamorphose

Was schwarz-grün für Deutschland bedeuten würde
RenteBei der Rente sind sich CDU und Grüne einig - das ist aber leider auch der einzige Punkt. Beide Parteien halten eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters für sinnvoll und wollen eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige. Außerdem wollen beide mehr Geld investieren, um die Renten von Geringverdienern aufzustocken. Wie einig beziehungsweise wie uneinig sich eine schwarz-rote Regierung wäre, erfahren Sie hier. Quelle: dpa
EnergiewendeBei der Energiewende und dem Klimaschutz gibt es Reibungspunkte: So wollen die Grünen bis 2030 keine Energie mehr aus Kohlekraftwerken nutzen, die CDU will an Kohle festhalten. Bei der Atomenergie verlangen die Grünen strikte Auflagen, während die Union es eher lockerer angehen lassen möchte. Quelle: dpa
GesundheitDie Grünen bestehen auf ihrer Bürgerversicherung, die CDU lehnt diese ab. Quelle: dpa
FamilienpolitikDie Grünen fordern die Abschaffung des Ehegattensplittings, das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare, die Abschaffung des Betreuungsgeldes und die Kindergrundsicherung. Alles Punkte, die die CDU nicht mittragen will und wird. Quelle: obs
Landwirtschaft und VerbraucherschutzAuch beim Verbraucherschutz gibt es Konfliktpotenzial: Zwar wollen sowohl CDU als auch Grüne gegen hohe Mieten vorgehen, bei Lebensmitteln wird es schon schwieriger. Die CDU setzt auf transparente Lieferketten, die Grünen auf Vegetarismus und Bürgererziehung. Quelle: dpa
VerkehrspolitikKeine Einigung in Sicht ist unter anderem bei der Verkehrspolitik: Die Grünen fordern ein Tempolimit, das die CDU ablehnt. Quelle: dpa
EurorettungAuch bei der Eurokrisen werden CDU und Grüne nicht zusammenkommen. So bestehen die Grünen auf einem europäischen Schuldentilgungspakt, Eurobonds und einer europaweiten Vermögensabgabe. Die Union lehnt diese Vorschläge entschieden ab. Quelle: dpa

Die Zukunft der Gesellschaft entscheidet sich nämlich darüber, ob die hier lebenden Menschen diesen Staat wie er ist und wie er sich permanent entwickelt, wollen oder sie diesen Staat in Gänze ablehnen oder gar bekämpfen. Ein Menschenbild, das nicht den Konsens fördert, sondern die Menschen aufeinander hetzt und rassistisch in Gruppen zerlegt und dies, obwohl Integration an allen Ecken und Enden gefordert wird, ist eine Katastrophe und dies vor allem für die Minderheiten der Zukunft.

Bundespräsident Joachim Gauck ist mit seiner erstaunlichen Metamorphose von einem zeitkritischen Geist, wie er diesen in seinem Interview vom 10. Oktober 2010 mit der NZZ artikulierte, zu einem angepassten Mainstreamer ein exemplarisches Beispiel dafür, wie die politische Klasse das Zukunftsfeld der hauchdünnen Kleinstminderheit von Gender-Forschern, Extremismus-Experten und Anti-Nazi-Wissenschaftlern und einigen eilfertigen Politikern überlässt, die sich anmaßen für den Souverän, das Volk, zu denken und zu entscheiden.

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Und wer entscheidet nun, ob ein kleines Kind von "zu Hause nichts erzählt" und "unauffällig" ist? Und wer entscheidet, was die Motive für ein Kind sind, sich so oder so zu verhalten? Mehr hoheitliche Kindesmisshandlung als am Beispiel des Weltbildes der Amadeu-Antonio-Stiftung deutlich wird, einem Weltbild, das keine geschlossene Einheit ist, sondern aus vielen Facetten besteht und sich aus vielen unterschiedlichen Quellen speist, geht nicht - mehr Rufmord und mehr tatsächlicher Rassismus auch nicht.

Die SPD und auch die anderen Parteien, die dieses Weltbild bezahlen, seine Verbreitung und Durchsetzung zulassen oder fördern, sind gut beraten an ihrem Menschenbild selber zu arbeiten und ein humanes freundliches Menschenbild (wieder) zu entwickeln. Auf keinen Fall sollten sie dieses wichtige Feld des Menschenbildes dieser Gesellschaft irgendwelchen interessengesteuerten, bösartigen Scharlatanen überlassen, die von allen möglichen und unmöglichen Seiten permanent mit Preisen für Mut und Aufklärung überhäuft werden und sich gegenseitig überhäufen.

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