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Bettina Röhl direkt

Joschka Fischer und der rot-grüne Lieblingsspekulant

Bettina Röhl Publizistin

Die Euro-Untergangsszenarien, die Joschka Fischer im Jahr 2012 in mehreren Artikeln verbreitete, waren peinlicher Unsinn. Was macht Joschka Fischer eigentlich für die Wirtschaftseliten so interessant?

Regelmäßig prophezeit Ex-Außenminister Joschka Fischer Deutschland und der EU die größtmöglichen Katastrophen. Quelle: dpa

Die borstige und kantige Madeleine Albright, erste weibliche Außenministerin der USA und heutige schwergewichtige Netzwerkerin in ihrem Heimatland, hat sich vor einem Dutzend Jahren, als Fischer deutscher Außenminister wurde, regelrecht in unseren Joschka verknallt.
Dessen Goldman Sachs-Connection ist wahrscheinlich nicht auf Fischers eigenem Mist gewachsen, sondern eher umgekehrt von Interessierten an Fischer heran getragen worden. Den richtigen Freund in Gestalt des obersten Deutsche-Bank-Aufsehers Paul Achleitner sein eigen zu nennen, dürfte Fischer wichtig und heilig sein. Dass ein BMW-Boss einen Joschka Fischer als Zukunftsforscher einkaufte, der einem Großkonzern mehr über die Zukunft zu sagen hätte als jeder andere, sagt etwas über die Befindlichkeit des Einladenden aus und darüber wie begehrt Joschka vom Klassenfeind umgarnt und teuer eingekauft wird.

Auch der heutige rot-grüne Lieblingsspekulant und Hyper-Milliardär Georgos Soros, der einst zu den erklärten Klassenfeinden der terroristisch-maoistisch angefixten "Revolutionären" der Joschka Fischers, Cohn-Bendits und Thomas Schmids ( damals mit den anderen Gründer des militanten "Revolutionären Kampfes, heute Herausgeber der Welt-Gruppe) zählte, gehört heute, wie man hört, zu Fischers strategischen Partnern.

Nicht, dass der Kapitalismus oder dass die Kapitalisten eine kommunistisch-sozialistische Metamorphose durchgemacht hätten. Nein, die Anti-Kapitalisten, die Kollektivisten, die Enteignungsphantasten, die die Menschheit durch eine blutige Weltrevolution und die Liquidierung der bösesten unter den Kapitalisten ins Paradies auf Erden führen wollten, haben sich von ihren einstigen Idealen und ihren einstigen Idolen und Idealen nahezu rückstandsfrei getrennt und hängen heute am Kapital und am Geld, an Macht, an den Monopol und Kartellen wie der Drogenabhängige an der Nadel.

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