BGA-Präsident "Probleme werden an der Werkbank gelöst"

Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Anton Börner, fordert gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft, um künftig internationalen Krisen vorzubeugen.

Rauch über Kairo Quelle: dpa

„Das Problem wird nicht im Bankettsaal gelöst, sondern an der Werkbank“, sagte Börner der WirtschaftsWoche. „Konkrete Perspektiven durch Jobs können nur die Unternehmen schaffen.“

Dem obersten Importeur schwebt eine konzertierte Aktion zur Verhinderung künftiger Eskalation vor. „Der Fall Ägypten zeigt: Krisenprävention funktioniert nur, wenn Politik und Diplomatie auch die Wirtschaft einbinden.“

Sein Vorschlag lautet: Die Bundesregierung sollte Gesprächsrunden oder ein Gremium schaffen, die solche Krisenvorsorge planmäßig organisieren. „Außenamt, Wirtschafts- und Entwicklungshilfeministerium sollten die Strategie entwickeln, zusammen mit den Unternehmen, die bereits im Land sind oder die hinein wollen.“

Angesichts der Situation in Ägypten rechnet Börner für die nächste Zeit mit weiter steigenden Ölpreisen. „Für die Märkte reicht es, wenn die Leute Angst kriegen. Die Instabilität in der Region wirkt sich sofort aus“, sagte der BGA-Präsident der WirtschaftsWoche. Zudem kämen die Unruhen just in einer Zeit, „in der wir ohnehin an den Finanz- und Warenmärkten Instabilität und Nervosität sehen, in der die Rohstoffpreise steigen“.

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