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Bildung IW-Experte fordert für Lehrerbezahlung Prämienmodell statt Senioritätsprinzip

Noch bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel im Vorfeld des für Oktober geplanten Bildungsgipfels ab Donnerstag ihre deutschlandweite Bildungsreise in Kinder-Tagesstätten, Schulen und Fachhochschulen startet, werden erste bildungspolitische Forderungen laut.

Lehrer im Unterricht in Bremen Quelle: AP

So plädiert Helmut Klein, Bildungsexperte beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, für die Abschaffung des Senioritätsprinzips bei Lehrergehältern. Mehr als zehn Milliarden Euro könnten gespart werden, wenn Alter und Dienstjahre keinen Einfluss auf die Höhe des Gehalts hätten. Stattdessen könne dieses Geld, so der Vorschlag Kleins in der WirtschaftsWoche, in ein Prämienmodell fließen: „Länder wie Finnland, Frankreich, die Niederlande und Norwegen kennen bis zu 16 unterschiedliche Prämienformen. So werden beispielsweise in 15 Industrieländern Boni für besondere Aktivitäten wie das Leiten von Arbeitsgruppen gezahlt.“ Die Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses Ulla Burchardt (SPD) appelliert in der WirtschaftsWoche „Frau Bundeskanzlerin, vereinbaren Sie 200.000 echte neue Studienplätze und eine Weiterbidlungsbeteiligung auf europäischem Top-Niveau.“

 Weitere Vorschläge, wie sich Bildung von Berlin aus mit gestalten und finanzieren lässt, ohne dass die Bundesländer sich übergangen fühlen, erwartet Merkel am kommenden Dienstag. Bildungsforscher und –praktiker treffen sich dann im Kanzleramt zum ersten internen Bildungs-Round-Table. Bundesbildungsministerin Annette Schavan jedenfalls weiß schon, woher Geld für zusätzliche Investitionen kommen könnte: Bis zu 25 Milliarden fallen Bund und Ländern bis 2015 nahezu automatisch zu: Sie werden aufgrund sinkender Kinderzahl frei.

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