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Biontech, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson Corona-Impfungen in Deutschland: Eine Chronik der Ereignisse

Corona-Impfkampagne in Deutschland: Alle Entwicklungen und Ereignisse. Quelle: dpa

Seit über einem Jahr hat die Coronapandemie die Welt fest im Griff. Bereits kurz nachdem das Virus in China entdeckt wurden, versuchten Forscher auf der ganzen Welt das Virus zu entschlüsseln. Ein globales Wettrennen um die Entwicklung von Coronaimpfstoffen begann. Eine Chronik der Ereignisse und Entwicklungen der Corona-Impfkampagne in Deutschland.

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10. Januar 2020: Forscher entschlüsseln genetischen Code des Coronavirus

Chinesische Forscher entschlüsseln den genetischen Code des SARS-CoV-2-Virus. Der weltweite Wettlauf um die Entwicklung eines Coronaimpfstoffs beginnt. Zu diesem Zeitpunkt sind noch keine Coronafälle in Deutschland verzeichnet. Erst zwei Wochen später wird die erste Coronainfektion hierzulande gemeldet.

17. April 2020: Biontech geht Kooperation mit US-Pharmakonzern Pfizer ein

Das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech kooperiert bei der potenziellen Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen das Coronavirus mit dem US-Pharmakonzern Pfizer.

11. Mai 2020: Bundesregierung stellt 750 Millionen Euro zur Verfügung

Die Bundesregierung gibt bekannt, dass sie die Forschung und Entwicklung von Coronaimpfstoffen mit 750 Millionen Euro fördert. Die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten 750 Millionen Euro gehen an die drei Biopharmazie-Unternehmen Biontech aus Mainz, Curevac aus Tübingen und IDT Biologika aus Dessau.

15. Juni 2020: Bundesregierung beteiligt sich an Curevac

Die Bundesregierung beteiligt sich im Wettlauf um einen Coronaimpfstoff mit 300 Millionen Euro am Tübinger Biopharmazie-Unternehmen Curevac.

8. September 2020: Impfstoff von Biontech/Pfizer startet in Testphase drei

Sollte sich die Wirkung des Biontech/Pfizer-Imfpstoffs während der klinischen Studie bestätigen, könnte dies den Zulassungsprozess beschleunigen. Folglich plante Biontech/Pfizer einen Antrag auf Zulassung ihres Coronaimpfstoffs im Oktober 2020 zu beantragen.

23. September 2020: Johnson & Johnson startet Testphase drei für Covid-Impfstoff

Johnson & Johnson gibt den Start seiner internationalen klinischen Phase-3-Studie bekannt. In der dritten Testphase will das US-amerikanische Unternehmen seinen Impfstoff an bis zu 60.000 Freiwilligen auf drei Kontinenten testen.

13. Oktober 2020: Johnson & Johnson unterbricht zeitweise Studie

Die Testphase drei des US-amerikanischen Unternehmens Johnson & Johnson musste zwischenzeitlich unterbrochen werden. Grund hierfür war die ungeklärte Erkrankung eines Studienteilnehmers. Genauere Informationen gab das Unternehmen nicht bekannt. Man wolle so die Privatsphäre des Studienteilnehmers schützen.

9. November 2020: Testphase drei: Der Coronaimpfstoff von Biontech/Pfizer zeigt 90 Prozent Wirksamkeit

Erste Ergebnisse der dritten Testphase des Coronaimpfstoffs von Biontech und Pfizer werden bekanntgegeben. Der Impfstoff weist nach ersten Erkenntnissen eine Wirksamkeit von 90 Prozent auf. Die Zulassung des Impfstoffs scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

16. November 2020: Auch der mRNA-Impfstoff von Moderna erzielt vielversprechende Ergebnisse in Testphase drei

Laut ersten Daten hat der mRNA-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Moderna ebenfalls eine Wirksamkeit von über 90 Prozent. Moderna will in den kommenden Wochen die Notfallzulassung des Impfstoffs in den USA beantragen.

30. November 2020: Moderna beantragt EU-Zulassung bei der EMA

1. Dezember 2020: Biontech/Pfizer beantragt ebenfalls eine Zulassung bei der EMA

9. Dezember 2020: Vektor-Impfstoff von AstraZeneca hat eine Wirksamkeit von 70 Prozent

Erste Ergebnisse über die Wirksamkeit des Vektor-Impfstoffs von AstraZeneca werden bekanntgegeben. Der Impfstoff soll eine Wirksamkeit von 70 Prozent aufweisen. Im Vergleich zu mRNA-Impfstoffen bieten Vektor-Impfstoffe den Vorteil, dass sie im Kühlschrank gelagert werden können.

17. Dezember 2020: Impfstart in Europa am 27. Dezember

In Deutschland und der EU soll ab dem 27. Dezember der Startschuss für die Corona-Impfkampagne fallen. Einige EU-Staaten kündigten allerdings bereits an, erst ab dem 28. oder 29. Dezember starten zu können. Voraussetzung für den Start der Impfkampagne sei allerdings die baldige Zulassung des Coronaimpfstoffs von Biontech/Pfizer durch die EU-Arzneimittel-Agentur EMA.

18. Dezember 2020: Jens Spahn gibt Impfverordnung bekannt

Da der verfügbare Impfstoff knapp sein wird, sollen zunächst Menschen aus der Priorisierungsgruppe eins geimpft werden. Hierzu gehören Menschen über 80 sowie Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst. Insgesamt soll es drei Priorisierungsgruppen geben.

21. Dezember 2020: Biontech/Pfizer-Impfstoff erhält Zulassung der EU-Arzneimittel-Agentur EMA

Mit der Zulassung des Coronaimpfstoffs von Biontech/Pfizer steht dem Start der europäischen Impfkampagne nichts mehr entgegen. Der Coronaimpfstoff von Biontech/Pfizer ist somit der erste in der EU zugelassene Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus.

27. Dezember 2020: Start der Impfkampagne gegen das Coronavirus in Deutschland

In Deutschland werden die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Noch ist kaum Impfstoff verfügbar, weshalb die Bundesregierung zunächst entschieden hat, nach Priorisierung zu impfen. Die Impfungen werden in extra für die Impfkampagne gebauten Impfzentren durchgeführt. Auch in Altenheimen wird geimpft. Am ersten Tag der Impfkampagne werden etwa 23.323 Impfdosen in Deutschland verabreicht.

6. Januar 2021: Moderna-Impfstoff erhält Zulassung der EU-Arzneimittel-Agentur EMA

Mit Moderna erhält nun der zweite Coronaimpfstoff die Zulassung in der EU.

12. Januar 2021: AstraZeneca beantragt Zulassung seines Covid-Impfstoffs bei der EMA

15. Januar: Eine Million Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

29. Januar 2021: AstraZeneca-Impfstoff erhält Zulassung der EU-Arzneimittel-Agentur EMA

Insgesamt stehen in der EU somit nun drei Impfstoffe zur Verfügung. Am selben Tag empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) jedoch eine Altersvorgabe für den AstraZeneca-Impfstoff. Grund hierfür sei, dass es bisher keine ausreichende Datenlage zur Beurteilung der Impfeffektivität bei über 65-Jährigen gebe.

20. Februar 2021: Fünf Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

4. März 2021: Neue Impfverordnung hält fest, dass vorrangig Menschen unter 65 Jahren mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft werden sollen

4. März 2021:Terminvergabe für Prioritätsgruppe zwei beginnt

Menschen, die zur Prioritätsgruppe zwei gehören, können sich nun für einen Termin zur Impfung gegen das Coronavirus anmelden. Zur Gruppe zwei gehören unter anderem Bürger im Alter von 70 bis 80 Jahren sowie Menschen mit Trisomie 21, Demenz, Transplantationspatienten oder Personal in Grundschulen und Kitas.

11. März 2021: Impfstoff von Johnson & Johnson erhält Zulassung der EU-Arzneimittel-Agentur EMA

11. März 2021: Stiko ändert Impfempfehlung für AstraZeneca-Impfstoff

Die ständige Impfkommission in Deutschland ändert ihre ursprüngliche Impfempfehlung. Nun können auch Menschen über 65 Jahren den Impfstoff von AstraZeneca erhalten.

11. März 2021: Erste Länder stoppen Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff

Dänemark setzt die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff nach mehreren Verdachtsfällen auf Hirnvenenthrombosen und einem Todesfall vorerst aus. In den darauffolgenden Tagen folgen die Niederlande, Island und Bulgarien dieser Entscheidung.

14. März 2021: Stiko empfiehlt bereits Infizierte vorläufig nicht zu impfen

Nach einer überstandenen Coronainfektion sollen Betroffene zunächst sechs bis acht Monate warten, bis sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen, empfiehlt die Ständige Impfkommission. Zudem reiche dann eine Impfdosis aus, da eine zweite Impfdosis bei Menschen, die eine Infektion bereits hinter sich haben, nicht zur Steigerung von Antikörpern führen würde.

15. März 2021: Deutschland setzt Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff aus

Nachdem immer mehr Länder (darunter Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Luxemburg und Slowenien) die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgesetzt haben, schließt sich nun auch Deutschland an. Man wolle auf eine neue Empfehlung der EMA warten.

17. März 2021: Zehn Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

18. März 2021: EMA: Nutzen des AstraZeneca-Impfstoffs überwiegt die Risiken

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA stuft den Nutzen des AstraZeneca-Impfstoffs als höher ein als die mit dem Impfstoff verbundenen Risiken. Man halte den Impfstoff für sicher genug, um mit den Impfungen fortzufahren, so die EMA. Zusammenhänge zwischen dem Impfstoff und den Nebenwirkungen können allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden.

30. März 2021: Bundesregierung stoppt Impfung mit AstraZeneca-Impfstoff bei unter 60-Jährigen

Nachdem der Impfstoff von AstraZeneca erneut in Zusammenhang mit Hirnvenenthrombosen bei jungen Frauen steht, beschließt die Bundesregierung am Abend auf Anraten der Stiko, die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff bei unter 60-Jährigen zu stoppen.

7. April 2021: Flächendecke Impfungen in den Hausarztpraxen

Die Bundesregierung holt nun auch die Hausärzte an Bord, um die Corona-Impfkampagne schneller und effektiver voranzutreiben.

14. April 2021: 20 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

28. April 2021: Erstmals über eine Million Coronaimpfungen an einem Tag

Am Mittwoch, den 28. April 2021 wurden in Deutschlands erstmals mehr als eine Million Menschen an einem Tag geimpft. Insgesamt wurden am 28. April 1.122.150 Impfdosen verabreicht.

29. April 2021: Corona-Impfkampagne nimmt Fahrt auf

Die Corona-Impfkampagne der Bundesregierung gewinnt an Geschwindigkeit. 21.562.627 Millionen Menschen sind inzwischen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das liegt vor allem daran, dass mehr Impfstoff zur Verfügung steht und neben den Impfzentren nun auch die Hausärzte mit eingestiegen sind.

2. Mai 2021: 30 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

6. Mai 2021: AstraZeneca-Impfstoff wird freigegeben

Bund und Länder heben die Priorisierung für den AstraZeneca-Impfstoff auf. Sofern es keine gesundheitlichen Gründe gibt, die gegen eine Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin sprechen, können sich künftig alle Bürger bei ihren Hausärzten mit AstraZeneca impfen lassen.

10. Mai 2021: Johnson & Johnson ohne Priorisierung

Nach AstraZeneca gibt die Bundesregierung nun auch den Johnson & Johnson-Impfstoff ohne Priorisierung frei. Da der Impfstoff allerdings auch in Zusammenhang mit Hirnvenenthrombosen steht, soll er vorrangig an ältere Menschen, bei denen das Risiko einer Hirnvenenthrombose geringer ist, verabreicht werden.

16. Mai 2021: 40 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

24. Mai 2021: Coronaimpfstoffe auch gegen Mutationen wirksam

Laut ersten Erkenntnissen sind die Coronavakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca auch gegen die bisher bekannten Coronamutationen wirksam. Bisher sind die folgenden Virusvarianten bekannt:

  • britische Virusvariante (Alpha)
  • südafrikanische Virusvariante (Beta)
  • brasilianische Virusvariante (Gamma)
  • indische Virusvariante (Delta)

28. Mai 2021: EMA empfiehlt Zulassung von Biontech/Pfizer-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren

31. Mai 2021: 50 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

7. Juni 2021: Bundesregierung hebt Impfpriorisierung auf

Ab dem 7. Juni kann jeder erwachsene Bürger einen Impftermin vereinbaren. Die Bundesregierung weist allerdings darauf hin, dass eine Aufhebung der Impfpriorisierung nicht bedeute, dass genügend Impfstoff vorhanden sei, um sofort jedem Bürger ein Impfangebot zu machen.

8. Juni 2021: Stiko will keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren abgeben

Coronaimpfungen bei Kindern zwischen zwölf und 17 Jahren sollen nur bei bestimmten Risikokonstellation empfohlen werden.

11. Juni 2021: 60 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

24. Juni 2021: 70 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht

25. Juni 2021: Stiko prüft, ob Verkürzung der Impfabstände sinnvoll ist

Neue Studien liefern Hinweise darauf, dass die erste Coronaimpfung nur unzureichend gegen die Delta-Variante schützt. Die Stiko prüft deshalb, ob die Abstände zwischen der ersten und zweiten Impfdosis verkürzt werden sollten.

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